19. Spieltag KOL: LSV Gorknitz - SSV Neustadt 1:1

Bericht: P. Mönch

 

Der LSV spielte mit:

 

D. Nagel – A. Schmidt, J. Hayn, C. Lawrenz (C. Lehnert), P. Biermann – M. Uhlemann, G. Henke, R. Rädisch, T. Süß – N. Freudenberg (C) (R. Schmidt), M. Dienelt

 

 

 

Die Tore erzielten:

 

0:1 E. Wolotzka (8.)

 

1:1 M. Dienelt (65.)

 

Vielen Dank an unsere Kamerafrau für das tolle Video!

 

Wieder nur ein mageres Pünktchen für den LSV

 

 

 

12 Spiele wartet der LSV mittlerweile auf einen Sieg in der Liga. Hierbei von einer Krise zu sprechen ist noch schmeichelhaft. Man zehrt nach wie vor vom starken Saisonauftakt, muss seitdem jedoch regelmäßig Ausfälle durch schwerste Verletzungen hinnehmen. Neueste Opfer: J. Kruber mit Kreuzbandanriss und C. Lawrenz am Samstag nach einer Viertelstunde mit schwerer Knieverletzung – Diagnose steht aus. Zu allem Überfluss musste auch der Kapitän N. Freudenberg verletzt runter und ist für die nächsten Wochen fraglich. Das Lazarett ist nicht nur groß, sondern umfasst auch noch die erfahrenen, die Führungsspieler dieser Mannschaft. Umso stärker ist die Leistung vom vergangenen Wochenende einzuschätzen. Die „Verbliebenen“ scheinen die Situation jetzt richtig angenommen zu haben und kompensierten die Ausfälle exzellent. Gebremst wurde man am Ende vom Unparteiischen, der einen klaren Elfmeter nicht gab. Aber fangen wir vorn an…

 

 

 

Trotz bestem Wetter lockte der LSV dieses Mal nicht so viele Zuschauer wie sonst auf die Alm. Die Ergebnisse der letzten Wochen (Monate) haben wohl Spuren in der Anhängerschaft hinterlassen. Mit dem SSV Neustadt war ein Teilnehmer des Kreispokalfinales 2018 zu Gast, zudem Viertplatzierter in der Liga. Die Favoritenrolle war also klar verteilt. Der LSV ging bissig ins Spiel und versuchte dem Gegner von Beginn an den Schneid abzukaufen. Der Schiedsrichter pfiff hier noch sehr kleinlich, was in der 8. Minute zu einem Freistoß aus aussichtsreicher Position führte. Die Ausführung des Neustädter Schützen war nicht mal gut, aber er erwischte Keeper D. Nagel auf dem falschen Fuß mit seinem Aufsetzer und plötzlich stand es 0:1. Die Gäste schienen damit zufrieden zu sein und agierten danach vermehrt mit langen Bällen. Gorknitz erkämpfte sich die Oberhand und spielte mehrere hochkarätige Chancen heraus, die jedoch von der Offensivabteilung leichtfertig liegen gelassen wurden. T. Süß und N. Freudenberg hätten längst den Ausgleich erzielen müssen, doch es blieb bis zur Pause beim Rückstand für Gorknitz.

 

 

 

Man konnte der Mannschaft nicht vorwerfen, schlecht zu spielen oder die falsche Einstellung an den Tag zu legen. Es fehlte bisher einfach das verdiente Tor, man belohnte sich nicht für die Leistung auf dem Feld.

 

 

 

In Durchgang zwei spürte man bis in alle Gliedmaßen, wie heiß der LSV auf Punkte war. Die Gastgeber drückten die Neustädter hinten rein. Wie schon in Halbzeit eins wurden die Gäste nur bei Standards gefährlich. Nach gut einer Stunde wurschtelte sich M. Dienelt im Fünfer durch und brachte die Pille endlich im Gehäuse unter. Doch sie wollten mehr. Und spielten auf Sieg. Vorgepeitscht von begeisterten Anhängern spulte der LSV ein wahres Feuerwerk ab. Die Leidenschaft sprang über, die Stimmung kochte. Wieder hatte man absolute Topchancen, um den Sieg einzutüten. Wieder vergab man Chance um Chance. Bis zur letzten Sekunde blieb der LSV am Drücker und hätte noch eine Riesenchance bekommen müssen. Nach einem Querpass in den Strafraum nahm R. Rädisch den Ball mit dem Rücken zum Tor an und wurde dabei klar hörbar am Standbein getroffen. Er fiel, er artikulierte seinen Schmerz und er wartete auf den unausweichlichen Pfiff. Doch der Reinhardtsdorfer Schiedsrichter verließ in diesem Moment seine kleinliche Linie, um dieser genau entgegen zu handeln und entschied auf Weiterspielen. Kurz darauf war Ende. Das Spiel war vorbei, doch die Diskussionen fingen gerade erst an. Beim LSV war man extrem unzufrieden mit dieser Entscheidung, selbst die fairen Gäste signalisierten ein klares Foulspiel. Aber zu spät. Schade, wieder nur ein Punkt für Gorknitz. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen.

 

 

 

Neustadt kann sich glücklich schätzen, auf der Alm etwas mitgenommen zu haben. Der LSV muss auf dieser Leistung aufbauen und die Spannung konservieren. Schon am Sonntag wartet das nächste Endspiel, wenn man zu Gast ist bei der ebenfalls abstiegsbedrohten SG Traktor Reinhardtsdorf. 15 Uhr ist Anstoß.

 

 

 

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