3. Spieltag KOL: LSV Gorknitz - SV Blau-Gelb Stolpen 7:3

Bericht: P. Mönch

 

Der LSV spielte mit:

A. Lindorf - A. Schmidt (P. Biermann), C. Lawrenz, J. Kruber, A. Wirthgen - T. Kontroschowitz, R. Rädisch, M. Scheffler (C. Lehnert), T. Süß (M. Schuster) - M. Dienelt, N. Freudenberg (C)

 

Die Tore erzielten:

1:0 T. Kontroschowitz (7.)

2:0 M. Dienelt (10.)

3:0 T. Kontroschowitz (43.)

3:1 F. Kirsten (58.)

3:2 D. Oehmigen (66., FE)

3:3 F. Kirsten (68.)

4:3 C. Lawrenz (70.)

5:3 M. Dienelt (79.)

6:3 N. Freudenberg (85.)

7:3 N. Freudenberg (89., FE)

 

Wir danken unserer Laura für die tollen Bilder!

Noch 7 Siege!

 

...dann kann der LSV beruhigt die Saison zu Ende spielen, denn: erfahrungsgemäß reichen 30 Punkte für den Klassenerhalt und dies ist und bleibt das oberste Saisonziel des LSV. Mit Stolpen war ein Gegner auf der Alm zu Gast, in dem man einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg ausgemacht hatte. Die beiden Siege in den ersten beiden Spielen sollten daher nicht über diese Einschätzung hinwegtäuschen. Klar war also: Gorknitz musste dieses Spiel gewinnen.

 

Auf Seiten der Hausherren waren 14 Spieler an Bord, einige halfen in der Zweiten aus und eine ganze Menge fehlte. Gleiches Spiel wie immer also. Die wohl letzten Sonnenstrahlen dieses Sommers lockten 80 Zuschauer an den Spielfeldrand. Damit war man einmal mehr Publikumsmagnet Nummer 1 in dieser noch jungen Saison. An den Kreisoberligarekord vom ersten Spiel gegen Dohna (250 Zuschauer) kam man dieses Mal jedoch bei Weitem nicht ran.

 

Das Spiel begann gleich turbulent, denn der LSV legte los wie die Feuerwehr. Angriffsfußball pur und die Abschlüsse passten auch umgehend. Zunächst stolperte ein weiter Einwurf durch den Strafraum und fand in T. Kontroschowitz einen dankbaren Abnehmer. Kurz darauf nagelte M. Dienelt einen Volleyhammer unter die Latte - zum Glück gefilmt! Nach 10 Minuten stand die Uhr auf 2 für den LSV. Stolpen harrte bei 0 aus und fing an sich zu wehren. 3-4 gute Möglichkeiten erspielten sich die Gäste in Durchgang eins, allesamt über den rechten Flügel kombiniert. Aber richtige Gefahr kam dabei nie auf. Die Gastgeber waren insbesondere mit ihren Grundlinienläufen gefährlich, konnten diese jedoch zunächst auch nicht in Tore ummünzen. Erst eine überlegte Flanke von M. Dienelt gelang über die rechte Klebe des Spielers mit dem unaussprechlichen Namen in die Kiste. 3:0. Pause.

 

Die Zuschauer wechselten nun die Seite. In der Sonne war es nicht mehr auszuhalten. Nur wer großen Durst hatte, blieb in Tresennähe.

 

Die Fünfzehn schien den Gorknitzern nicht gut getan zu haben. Zu lethargisch spielten sie im zweiten Durchgang auf. Stolpen war nicht viel besser, agierte jetzt nur noch mit weiten Bällen und wurde doch belohnt. Zunächst scheiterten die Almkicker mit einem Klärungsversuch nach einem weiten Einwurf. Aus dem Rückraum knallte einfach einer drauf, die Pille touchierte noch den genannten Torschützen und pingpongte sich in die Maschen. A. Lindorf mimte den Angewurzelten. Nun häuften sich die Fehler in einer immer nervöser werdenden Gorknitzer Hintermannschaft. Einladung Nummer 1: Stolpen hatte Freistoß weit in der eigenen Hälfte und die Gastgeber warteten im eigenen Strafraum auf den Kometen. Der Schiedsrichter sah sich während der 10-minütigen Parabolbewegung das muntere Treiben im Strafraum an und aus seiner Sicht kuschelte Verteidiger J. Kruber zu sehr mit seinem Gegenspieler. Den fälligen Strafstoß nagelte D. Oehmigen lässig unters Gebälk. Kurz darauf startete Altmeister C. Lawrenz einen seiner legendären Ausflüge und scheiterte kläglich mit frontalem Einschlag ins Grün. Der daraus folgende Notschlag aus der Abwehr segelte Richtung Strafraum und motivierte unseren Juniorinnenverteidiger zu einer Art Chamäleon-Bewegung. Nichts halbes und nichts Ganzes...der Stürmer nutzte die Schlafeinlage und Boooooom - schon stand es 3.3. Stolpen wusste wahrscheinlich gar nicht, wie es dazu kommen konnte, freute sich daher umso mehr und rechnete sich nun - nicht ganz abwägig - mehr aus. Aaaaaaber jetzt war der LSV wieder da und zeigte Charakter. Fast im Gegenzug legte nach einem weiten Diagonalball N. Freudenberg per Kopf ins Zentrum, wo C. Lawrenz einschwebte und die erneute Führung besorgte. Wahrscheinlich lag er von seinem misslungenen Ausritt wenige Momente zuvor immernoch vorn rum und war deshalb so schnell zur Stelle. Egal, Bude gemacht, Führung gebracht. In diesem Fall konnte man sogar von einem Nackenschlag sprechen, denn die Gäste hatten von nun an keine einzige ernstzunehmende Torgelegenheit mehr. Ganz im Gegenteil: jetzt rappelte es im Karton. 10 Minuten vor Ultimo rutschte ein Eckball durch alle hindurch, M. Dienelt konnte locker zum 5:3 einschieben. 5 Minuten später war es der Kapitän, der sich stark im Strafraum drehte und den Deckel auf diese Partie drauf machte. Kurz vor dem Abpfiff wurde dieser im Strafraum ballfrei abgegrätscht und verwandelte den Strafstoß ähnlich sicher wie der Gegner zuvor.

 

Ein verdienter Sieg für den LSV, der unnötigerweise ins Wanken geriet. Das Spiel war zwar zuschauerfreundlich, das Gorknitzer Trainergespann hätte sich jedoch am liebsten die Haare ausgezupft. Stadionsprecher R. Schmidt war stark gefordert, aber das bisschen Bewegung tat seinem Knie gut. Friede, Freude, Eierkuchen sollte man meinen. Dem ist nicht so. Diese Black Outs können auch mal richtig in die Hose gehen und man kann sich nicht immer darauf verlassen, dass offensiv alles glatt läuft. Daher sollte man sich schnellstmöglich von Hurrafußball abwenden und mehr auf die Defensive konzentrieren. Schon der nächste Gegner wird dies noch härter auf die Probe stellen. Mit Pesterwitz empfängt uns zwar ebenso ein Abstiegskandidat, die Jungs haben aber genauso einen guten Lauf wie der LSV. Am Sonntag, den 10. September reisen wir ins höchstgelegene Weinanbaugebiet Deutschlands. Anstoß ist um 15 Uhr.

 

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