Aktuelle Spielberichte

Kreisliga Ost - Kreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge

Sa

06

Jun

2015

24. Spieltag Kreisliga Ost: SG Ullersdorf - LSV Gorknitz 1. 3:2

Bericht: C. Lawrenz


Hitzeschlacht ohne Happy End

Bei sonnigen, kuschlig warmen 35 Grad war der LSV zu Gast in Ullersdorf. Große Personalsorgen beschäftigte das Trainergespann die gesamte Woche. Lediglich 10 Spieler standen zur Verfügung, somit durch stöberte man im Archiv sämtliche Karteileichen, welche aus beruflichen oder privaten Gründen eine Auszeit vom Fußball machten, um die erste Elf wenigstens voll zu bekommen, denn auch unsere Zweite war mit nur mit 11 Mann unterwegs. Unser lang verschollenes "OBI-Hörnchen" Schöbitz stellte sich zur Verfügung. Somit waren wir wieder 11 Freunde!

Coach Freudenberg kramte wieder einmal in seiner Trickkiste und würfelte zur Überraschung aller Spieler die Formation sowie Taktik gehörig durcheinander. Eine außergewöhnliche Maßnahme wenn man bedenkt, dass die Truppe in den letzten Spielen gute Leistungen bzw Ergebnisse abgeliefert hatte. Aber zu Ende einer Saison kann man schon mal paar Experimente hinsichtlich der neuen Saison machen.

In der ersten viertel Stunde setzte der LSV die angegebenen Maßnahmen auch ganz passabel um, doch die erhofften Großchancen blieben aus. Im Gegenzug kam Ullersdorf zu zwei dicken Möglichkeiten die Keeper Nagel stark entschärfte. Die Mannschaft hatte nach 20 Minuten dann zunehmend größere Probleme mit der neuen Marschroute. Da beide Mannschaften ausschließlich mit langen Bällen agierten, war man jetzt meilenweit von fußballerischen Leckerbissen entfernt. Dafür konnte man reihenweise vergebene Großchancen auf beiden Seiten genießen, mit leichten Chancenplus für den Gastgeber. Zum Glück hatte Keeper Nagel einen bärenstarken Tag erwischt und sicherte die Null.

In der Pause konnten sich beide Mannschaften von den unerträglichen Temperaturen im Schatten etwas regenerieren. Coach Freudenberg stellte seine Truppe wieder um, zum alten Modell. Spielkontrolle und Flachpasskombinationen über außen. Leider wurden die Personalprobleme schlimmer, denn Mönch hatte erneut Probleme mit der Wade musste sich aber wenigstens noch paar Minuten  auf dem Platz "rum schleppen", ehe Coach Freudenberg selbst ran musste!

Zweite Halbzeit alles auf Null und der LSV wieder mit dem gewohnten Spiel. Ullersdorf rannte jetzt dem Ball hinterher und Gorknitz mit Übergewicht besonders über die Außenbahn. Nur die letzten 20m waren am heutigen Tag weiter eine Katastrophe. Kein Zug zum Tor, keine Ballsicherheit, so blieb es bei Schüßchen aus der zweiten Reihe und halb hohe Flanken aus dem Halbfeld. Alles im Allen die absolut falschen Mittel gegen eine tiefstehende Truppe, die weiterhin ausschließlich mit hohen Bällen agierte. Einer dieser Notschläge entwickelte sich zum wiederholten Male zu einem gefährlichen Konter, welcher zur Führung für den Gastgeber in der 58Minute führte. Besonders die Rückwärtsbewegung und der Wille den Mitspieler zu unterstützen fehlte in dieser Situation total. Trotzdem steckte der LSV den Rückschlag relativ unbeeindruckt weg. Die passende Antwort lies nicht lange auf sich warten. Ein Musterbeispiel für ein erfolgreiches geführtes Fußballspiel war die Kombination zum Ausgleich. Die Gorknitz erspielten sich durch einfaches Direktspiel genügend Platz und Zeit im Mittelfeld um einen Diagonalball auf Köckeritz zu spielen, dessen Antritt niemand folgen konnte. Sein erfolgreicher Heber war nicht nur der Ausgleich (69.) er pushte gleichzeitig alle Spieler. Jetzt brannte der LSV nicht nur wegen der Hitze auf den Führungstreffer. Nur lernte der LSV nix aus den bisherigen Fehlern in diesem Spiel. Ein einfacher Pass zentral vor dem Strafraum, wurde statt in die zweite Reihe abzulegen wo 3 Mann frei standen, wieder halb hoch in den Strafraum gespielt, genau zu einem Gegenspieler und dann wieder das übliche Spiel "hoch und weit nach vorn". Und wieder war die Rückwärtsbewegung mangelhaft. Hinzu kam noch ein kapitaler Stellungsfehler von Schöbitz beim Kopfballgegentreffern (71.). Aber kein Vorwurf an den lange abwesenden Spieler, der bis dahin seine Sache gut gemacht hatte. Nun rannte der LSV wieder einen sinnlos verschuldenen Rückstand hinterher. Nur diesmal erholten sich die Gorknitzer nicht und es kam mit dem 3:1 (81.) noch schlimmer. Das Spiel schien gelaufen zu sein. Lediglich Lawrenz hatte per Kopf fünf Minuten vor Schluß was dagegen und verkürzte zum 3:2. Doch der Hoffnungsschimmer kam zu spät und Ullersdorf brachte den verdienten Sieg sicher über die Zeit.

Eine bittere und überflüßige Niederlage bei unerträglicher Hitze. Gorknitz sollte schnell die nötigen Schlußfolgerungen ziehen und die Fehler abstellen bzw wieder mehr mit Köpfchen spielen. Besonders die Rückwärtsbewegung sowie der absoltue Wille seinen Mitspieler zu unterstützen sollte verbessert werden und lässt sich am heutigen Tag nicht ausschließlich auf die Temperaturen schieben. Nächste Woche kommt dann der ungeschlagene Aufsteiger auf die Alm. Anstoß auf der Alm ist 16 Uhr zum Vereinsfest! Also ist für das leibliche Wohl mehr als gesorgt!

Der LSV spielte mit:

Nagel - Schöbitz - Lawrenz - Mühle - Uhlemann - G.Henke - Carsch - Lindorf - Köckeritz - Hausdorf - Mönch (Freudenberg)

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Sa

30

Mai

2015

23. Spieltag Kreisliga Ost: LSV Gorknitz 1. - SG Schönfeld 1. 3:3

Bericht: P. Mönch


Spektakuläres Unentschieden auf der Alm!


Im vorletzten Heimspiel empfing der LSV den designierten Vizemeister der Kreisliga Ost aus dem Schönfelder Hochland. Dass wir uns am Ende der Saison befinden, merkt man vorwiegend an der mangelhaften Trainingsbeteiligung. Die Teilnehmerzahl befand sich in den vergangenen beiden Wochen nie im zweistelligen Bereich. Der Vorteil daran: die Spieler mussten frisch sein. Angesichts einer Serie von 4 Siegen in Folge rechnete sich der LSV auch gegen die sehr schwer zu schlagenden Schönfelder (2 Niederlagen in 23 Spielen) einiges aus. Das Gorknitzer Geläuf präsentierte sich in einem hervorragenden Zustand, auch wenn der Boden etwas Wasser vertragen könnte. Im Hinspiel verhalf den Schönfeldern vor allem ihr schnelles Umschaltspiel zu einem knappen 3:2 Erfolg. Der LSV nahm sich also einiges vor und die Kaderstärke von 14 Mann ließ dies auch erwarten.


Die Gorknitzer nahmen von Beginn an das Zepter in die Hand und versuchten sich in die gefährliche Zone zu kombinieren. Der Gast hielt jedoch souverän dagegen. Auf der anderen Seite hatte der LSV zu Beginn nichts zu befürchten, da Schönfeld zunächst nur mit langen Bällen agierte. Nach und nach legten die Überelb´schen jedoch den Respekt ab und spielten munter nach vorn. Der LSV verlor zusehends die Spielkontrolle und auch die entscheidenden Zweikämpfe entschieden die Gäste nun für sich. Langsam aber sicher bettelte der LSV um den Rückstand. Dieser fiel jedoch auf eine völlig unverständliche Art und Weise. Ein Gorknitzer Angriff verebbte am gegnerischen Strafraum. Aus dem darauf folgenden Pressing konnten sich die Gäste dann stark befreien. Über 3 Stationen gelangen sie in die Gorknitzer Endzone, wo der Schiedsrichter nach einem Zweikampf auf einen zweifelhaften Freistoß entschied. Der Ball ruhte etwa 23 Meter halblinks vor dem Tor. Der halbhohe und mit Effet geschlagene Ball in die Torwartecke ließ den Gorknitzer Schlussmann nicht gut aussehen. Mit dem Rückstand verloren die Gastgeber endgültig den Faden und der Tabellenzweite zeigte nun, warum er da oben steht. Die Gorknitzer drehten jetzt für etwa eine Viertelstunde Pirouetten. In dieser Zeit rannte man dem Gegner nur noch hinterher und konnte sich beim Schlussmann D. Nagel bedanken, dass es weiterhin nur 0:1 stand. Das Offensivfeuerwerk der Gäste endete dennoch mit dem 0:2 – wieder nach einem Standard. Ein Eckball sprang in Billardmanier durch den Gorknitzer Strafraum und fiel J. Kittel vor die Füße. Dieser verwandelte unhaltbar – übrigens gab es diesen Treffer in genau der gleichen Art und Weise sowie mit dem gleichen Torschützen im Hinspiel. Der LSV hat also nicht aus den Fehlern gelernt. Jetzt waren einige Spieler endgültig von de Rolle. Direkt nach dem Anstoß landete das Leder über Kapitän C. Lawrenz beim Außenverteidiger C. Hohlfeld. Dieser spielte einen grottigen Knochenbrecherrückpass auf den Torhüter. Der Schönfelder Stürmer roch den Braten und spritzte dazwischen. Der anschließende Klärungsversuch des Torhüters wurde mit dem fälligen Elfmeter geahndet. Glücklicherweise schoss der Ausführende in klassischer Lahm+Alonso-Manier rechts oben über das Tor. Der LSV war also noch im Spiel und erwachte nun aus dem Minutenschlaf. Das erste Lebenszeichen kam von P. Mönch, dessen Volleyschuss aus gut 20 Metern den Gästekeeper zu einer Glanzparade zwang. Anschließend drückten die Hausherren auf den Anschlusstreffer. Eine sensible Flanke von A. Lindorf nahm wiederum P. Mönch mit vollem Risiko aus spitzem Winkel volley. Sein Schuss aus Nahdistanz landete jedoch in der Apfelplantage. Nur kurze Zeit später spielte T. Süß aus dem eigenen Strafraum einen exzellenten Flugball in den Rücken der Abwehr. Stürmer P. Mönch rannte allein auf den Keeper zu und umkurvte diesen. Der letzte Mann hatte jedoch aufgepasst und klaute dem Offensivmann das Leder vom Fuß. Die Gorknitzer waren nun dran, aber kurz vor der Pause gab es den nächsten Nackenschlag. Verteidiger C. Hohlfeld hatte einen rabenschwarzen Tag und spielte wieder einen Katastrophenpass in den eigenen Strafraum. Der Stürmer war dieses Mal eher am Ball als D. Nagel und verwandelte locker zum 0:3. Mit dieser Führung ging es dann auch in die Pause. Angesichts der Spielanteile war das Ergebnis sicher um mindestens ein Tor zu hoch. Aber die Schönfelder Chancen hätten auch ein höheres Ergebnis zulassen können.


In der Halbzeitpause war Coach A. Freudenberg darum bemüht, seine Jungs aufzubauen. Er appellierte an den Glauben in die eigene Stärke und wollte die Niederlage noch nicht akzeptieren. Auch die Spieler wollten Charakter zeigen und sich nicht weiter von den Gästen zerlegen lassen. So gingen alle mit breiter Brust auf das Feld zurück und nahmen den Kampf gegen die Niederlage auf. Etwa eine Viertelstunde drückte der LSV die Gäste in die Defensive, ohne dabei zählbare Chancen heraus zu spielen. Ein Einwurf auf den im Strafraum postierten S. Mühle wurde mühelos geklärt. Zur Verwunderung aller entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. P. Mönch brachte seine „tote Mannschaft“ zurück ins Spiel. Nun spielte nur noch Gorknitz. Von Schönfeld kam nichts mehr – der Gast versuchte, die Führung über die Zeit zu retten. Auf Gorknitzer Seite vergaben mehrere Spieler aussichtsreiche Standardsituationen und P. Mönch im Strafraum fehlte weiterhin die Kaltschnäuzigkeit. Knapp 5 Minuten vor Ultimo die nächste kuriose Szene. Keeper D. Nagel schlug den Ball weit in die Hälfte der Gäste ab. Die Tieffliegerbombe segelte Richtung Strafraum. Libero und Torwart verständigten sich darauf, dass jeder den Ball hatte, aber nicht spielte und so sprang das Leder an beiden vorbei einmal auf und fiel anschließend vor die Füße des durchgelaufenen P. Mönch. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und schob das Runde ins leere Eckige. Jetzt brannte die Alm. Fans und Spieler waren nun oben auf und Schönfeld hatte nichts mehr anzubieten. Nur 2 Minuten später folgte der unglaubliche Auftritt des P. Köckeritz. Er bekam den Ball im linken Mittelfeld und streichelte ihn durch 3 Mann ins Zentrum. Doch damit nicht genug – jetzt explodierte er erst richtig. Er legte sich den Ball selbst durch die Gasse und machte die beiden Innenverteidiger zu Statisten. Den Ball hämmerte er schließlich aus 16 Metern gnadenlos unter die Latte und schoss den LSV damit zum glücklichen, aber verdienten Unentschieden. Jetzt stand alles Kopf und der Schlusspfiff wurde gefeiert wie ein Sieg.


Am Ende dieser hoch dramatischen und temporeichen Partie stand das 3:3. Trotz der Fehlentscheidung beim Elfmeter zum 3:3 beschwerten sich die Gäste nicht, sondern nahmen es sportlich. Großer Respekt dafür. Die faire Partie wird es dann in der kommenden Saison wieder geben. Die spielstarken, jungen Schönfelder gehören dann sicherlich zum Favoritenkreis um den Aufstieg in die Kreisoberliga. Auf Gorknitzer Seite kann man sich nur für die unglaubliche Stimmung am Spielfeldrand bedanken. Diese Unterstützung und der unbändige Wille der Spieler auf dem Spielfeld waren die Garanten für diese unglaubliche Aufholjagd. Das wichtigere Ergebnis an diesem Wochenende war jedoch der Heimsieg der zweiten Vertretung des LSV gegen Schönfelds Reserve. Unsere Spielgemeinschaft konnte damit einen ganz entscheidenden Dreier im Abstiegskampf holen. Klasse Leistung Jungs, nächste Woche in Lohmen macht Ihr den Klassenerhalt perfekt! Unsere Erste gastiert in der kommenden Woche in Ullersdorf. Auch in diesem Spiel ist alles möglich. Die gute Auswärtsbilanz der Gorknitzer lässt auf einen erfolgreichen Auftritt hoffen. Aber nichts geht ohne unsere treuen Fans. Wir zählen auch am 06.06.2015 wieder auf Euch. 15 Uhr ist Anstoß.


Der LSV spielte mit:

D. Nagel - C. Hohlfeld (C. Lehnert), A. Lindorf, T. Henke, R. Rädisch - T. Süß, C. Lawrenz (C), G. Henke (J. Carsch), S. Mühle (T. Hausdorf), P. Köckeritz - P. Mönch

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Sa

16

Mai

2015

22. Spieltag Kreisliga Ost: SV Wesenitztal 2. - LSV Gorknitz 1. 1:2

Bericht: P. Mönch

 

LSV setzt sich verdient beim Tabellendritten durch


Die Saison neigt sich so langsam dem Ende entgegen, doch auf den LSV warten jetzt erst die dicken Brocken. Dabei geht es in den letzten 5 Spielen gegen die gesamte Top 4 der Liga. Den Auftakt zu dieser Spitzenspielphase machte das Duell beim Tabellendritten aus Wesenitztal. Dabei galt es noch eine Rechnung aus der 1:2 Heimpleite im Hinspiel zu begleichen. Da die Bezirksligatruppe aus Dürröhrsdorf momentan noch gegen den Abstieg kämpft, erhoffte man sich auf Seiten des LSV eine "Personalnot" bei der Kreisligareserve. Das bedeutet in diesem Falle: keine Verstärkung der Zweiten mit Bezirksligakickern. Das Trainergespann um A. Freudenberg und A. Förster konnte sowohl im Training als auch zum Spiel auf einen breiten Kader zurückgreifen. Ganze 14 Spieler standen bereit zum Clash auf dem Rasenplatz Am Quellberg. Zudem wurde der LSV zahlreich durch die mitgereisten Fans unterstützt - das Feld war also bestellt.


Beide Mannschaften gingen von Beginn an ein hohes Tempo und zeigten dabei viele sehenswerte Spielzüge. Allerdings standen auch die Viererketten sehr sicher, sodass es kaum Großchancen gab. Erst nach etwa 25 Minuten konnte der LSV die erste Hundertprozentige verzeichnen. Eine schöne Kombination über den rechten Flügel landete per Diagonalpass durch die Abwehrschnittstelle vor den Füßen des eingelaufenen T. Süß. Dieser scheitere jedoch am stark parierenden Keeper. In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften weiterhin, aber auf hohem spielerischen Niveau. Der LSV agierte dabei eher feldüberlegen, konnte sich aber bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit vor dem Tor nicht entscheidend durchsetzen. Dann kam es wie es kommen musste. Einen Freistoß in den Gorknitzer Strafraum konnte Abwehrspieler A. Linddorf locker annehmen, klärte diesen aber nicht. Vielleicht verließ er sich dabei zu sehr auf seinen Mitspieler J. Carsch, der den Ball ebenfalls hätte wegschlagen können. So kam es zum typischen Resultat bei der "Nimm du, hab ich"-Aktion. Der Wesenitztaler M. Hähnel schnappte sich das Leder und schloss direkt aus der Drehung ab. Die Kugel landete unhaltbar in den Maschen zur überraschenden Führung. Die Gorknitzer waren kurz im Schockzustand, fingen sich aber gleich wieder. Direkt nach Wiederanpfiff initierten die Almkicker den Gegenangriff und kamen zum postwendenden Ausgleich. Per Direktpassspiel überbrückten sie das Mittelfeld und Kapitän C. Lawrenz spielte den finalen Pass in die Schnittstelle der Viererkette, wo P. Mönch einlief. Dieser schloss ohne zu zögern zum 1:1 ab. Jetzt waren die Gorknitzer erstmal wieder zufrieden - und unterschätzten den Gegner. Kurz vor dem Pausenpfiff zeigte Wesenitztal noch einmal eine bärenstarke Kombination über die rechte Angriffsseite. Während die Gorknitzer schwindelig gespielt waren, behielt der Mittelfeldmann der Aggressoren glücklicherweise nicht die Ruhe. Anstatt den mitgelaufenen, frei stehenden Mann im Strafraum zu bedienen, schloss er direkt ab. Aber auf den Gorknitzer Schlussmann war - wie schon so oft in dieser Saison - absoluter Verlass. Er parierte den Schuss locker und hielt den LSV im Spiel. So ging es mit einem gerechten Unentschieden in die Pause.


Zu Beginn des zweiten Durchganges stellte der LSV taktisch vom 4-5-1 auf ein klassisches 4-4-2 um. So sollte die Verteidigung der Hausherren mehr unter Druck gesetzt werden. Diese Spielvariante war enorm laufintensiv, aber verdeutlichte in der zweiten Hälfte mehr und mehr das spielerische Übergewicht auf Gorknitzer Seite. Wesenitztal agierte nun nur noch mit weiten Bällen, konnte sich aber auch aufgrund des Gegenwindes kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien. Der LSV attackierte weiter fleißig und erspielte sich nun auch mehr Chancen. Allerdings wuchs der Torwart nun über sich hinaus und schien unbezwingbar. Wenn er geschlagen war, rettete der Pfosten. So dauerte es bis zur 83. Minute, ehe Gorknitz den Sieg klar machen konnte. Eine Flanke von P. Köckeritz segelte durch den Strafraum und landete vor den Füßen von T. Süß. Dieser täuschte noch gefühlte 25 Mal an bis er die Pille mit der Picke im Dreiangel unterbrachte. Der LSV ließ bis zum Schlusspfiff nichts mehr anbrennen und entführte schließlich hochverdient 3 Punkte aus Wesenitztal.


Für Gorknitz war es ein toller Auftakt in den Saisonendspurt, aber das Spiel sollte nicht zu hoch bewertet werden. Diese Wesenitztaler Mannschaft hatte sicher nicht viel mit der Truppe zu tun, die sich bis auf Platz 3 vorgespielt hat. Dennoch war es ein starker Auftritt des LSV und am Ende ein hochverdienter Erfolg bei einem der Spitzenteams der Liga. Die insgesamt sehr faire Partie fand also den richtigen Sieger, auf Gorknitzer Seite kann man sich nur für die tolle Unterstützung vom Spielfeldrand bedanken. Nach Pfingsten wartet der nächste Kracher, denn mit der SG Schönfeld 1. kommt der Zweitplatzierte auf die Alm - und auch da ist noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen. Anstoß ist am 30.05.2015 um 15 Uhr. Wir freuen uns wieder auf breite Unterstützung unserer Fans.


Der LSV spielte mit:

D. Nagel - R. Rädisch, A. Linddorf (T. Hausdorf), T. Henke, C. Hohlfeld - T. Süß, J. Carsch (M. Uhlemann), S. Mühle (C. Lehnert), C. Lawrenz (C) - P. Mönch

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Sa

09

Mai

2015

21. Spieltag Kreisliga Ost: LSV Gorknitz 1. - BSV 68 Sebnitz 2. 8:2

Bericht: C. Lawrenz


Schützenfest auf der Alm

 

Nach 3 Siegen aus 4 Spielen empfing der wieder erstärkte LSV die zweite Vertretung des BSV Sebnitz. Mit Blick auf die Tabelle sollten drei Punkte gegen den Tabellenvorletzten Pflicht sein. Leider musste das Trainergespann wieder zahllose Absagen entgegen nehmen. So musste der angeschlagene T.Henke sowie den in letzter Zeit beruflich stark eingespannten und somit nicht ganz fitte Mühle von Beginn an ran. Kompletiert wurde die erste Elf mit der puren Fußballkompetenz der beiden LSV-Urgesteine und Trainer Förster/Freudenberg.


Punkt 15 Uhr Anpfiff auf der Alm, gut hörbar für jeden Mann. Leider hatten die Spieler dieses Signal überhört. Der LSV kam so gar nicht in die Gänge und versuchte einen zarthaften mühsamen Spielaufbau ohne Zug zum Tor oder schnellem Tempo über die Außen. Noch schlimmer war die Tatsache, dass der ersatzgeschwächte Gast keinen Druck auf die Hintermannschaft des LSV ausübte und trotzdem fiel das 1:0 auf der falschen Seite. Ein nicht gerade überraschender langer Ball auf den Stürmer konnte von T.Henke nicht abgewehrt bzw geklärt werden, auch von der Absicherung durch einen zweiten Gorknitzer war nix zu sehen. Der Sebnitzer bedankte sich und erzielte den Führungstreffer in der 13.Minute. Nun wachten die Almkicker endlich aus ihrer Lethargie auf und kam langsam in die Gänge. Nach einigen zarten Annäherungen an das Sebnitzer Gehäuse brachte ein Eckstoß die Erlösung. Kopfball"riese" Köckeritz beruhigte die Gorknitzer Gemüter in der 27.min zunächst zum verdienten Ausgleich. Gorknitz kam jetzt so richtig in Fahrt und überrannte den Gast besonders über die Außenbahnen. Die Tempoverschärfung schien den Gegner sehr beeindruckt zu haben. Ein unnötiges Foul im Strafraum war der beste Beleg. Den fälligen Elfmeter (30.min) verschoß zum Leidwesen aller Mönch kläglich. In schlechteren Phasen einer Saison wäre es ein Knackpunkt im Spiel gewesen, aber zum Glück befindet sich der LSV in steigender Form. So erhöhte der Gastgeber einfach nochmal den Druck. Nun startete ein Feuerwerk auf der Alm. Einen Bilderbuchangriff über mehrere Stationen vollendete Süß sehenswert mit der Hacke zur 2:1 Führung. Jetzt kam zum Tempo auch noch Spaß! Zu viel für die statischen Gäste. Drei Minuten später erhöhte Räddisch mit einem "fulminaten" Volleyschüßchen sogar auf 3:1. Dann kam es für Sebnitz noch dicker. Innerhalb von 60 Sekunden lies Mönch den Elfer mit Hilfe eines Doppelschlages (38´,39´)vergessen. 5:1 Fußballwahnsinn und die Gorknitzer wollten noch mehr, doch Sebnitz rettete sich in die Halbzeit. Zur Verteidung muss man erwähnen, dass der Gast ab der 30.Minute verletzungsbedingt nur noch mit 10 Mann spielte, soll aber keineswegs die Leistung der Gorknitzer schmälern.


Sebnitz hatte jetzt in der Pause Zeit sich zu sammeln und Gorknitz musste mit einer ungewohnten Situation klar kommen. 5:1 zur Halbzeit... Spiel entschieden... Wie hält man nun die Konzentration hoch...?!


Der LSV nahm in der zweiten Hälfte etwas an Fahrt raus und kontrollierte das Spiel mit einer kontrollierten Offensive. Sebnitz beschränkte sich ausschließlich auf die Defensivarbeit mit Mann und Maus. Bereits in der 50.Minute klingelte es erneut im gegnerischen Kasten. Ohne dass die Frisur verrutscht (schwer machbar bei 1,5Kilo Haarwachs) köpfte Süß zum 6:1. Es dauerte lediglich acht Minuten eh wieder unser Kopfball"riese" Kockeritz mit seinem zweiten Treffer zum 7:1 abstaubte. Den passenden offensiven Schlusspunkt auf Seiten der Gorknitzer setzte Lindorf mit einer starken Fackel aus 22 Meter neben den Pfosten zum hochverdienten 8:1. Danach lies der LSV deutlicher nach, was aus Ergebnissicht nachvollziehbar ist, doch aus Zuschauersicht für die letzten 30 Minuten leider zu wenig war. Man bedenkt die Dienstanweisung unseres Präsidenten den Bierkonsum mit allen Mitteln hoch zu treiben. Und ein spektakuläres Spiel über 90 Minuten mit Emotionen am Rand steigern den Bierdurst! Ein Gorknitzer war sich dieser Tatsche bewusst, da vorne nix mehr zu sehen war, dachte sich der unterforderte Keeper Nagel, sorg ich mal für etwas Unterhaltung. Auf der Suche nach Abwechslung waren seine Gedankengänge in der Tanzschule hängen geblieben. Bei einem langen Abstoß des Sebnitzer Torwarts machte er 1-2-tip nach vorn, rutschte jedoch beim 1-2-tip nach hinten aus. Der Ball mit Nagel landete im Gorknitzer Gehäuse zum Ehrentreffer. Solange unser Schlussmann in wichtigen engen Spielen den Kasten sauber hält soll ihm diese Slapstickeinlage verziehen sein! Der Rest war lockeres Auslaufen.


Mit dem dritten Dreier in Folge tankte man enorm viel Selbstvertrauen für die letzten 5 schweren Spiele. Darunter die Top 4 der Liga! Auftakt nächsten Samstag bei Wesenitztal 2. Anstoß 12.45 Uhr!!!


Der LSV spielte mit:

Nagel - Hohlfeld - Lindorf - T.Henke - Räddisch - Lawrenz - G.Henke (Freudenberg) - Süß - Mühle - Köckeritz - Mönch

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Sa

25

Apr

2015

20. Spieltag Kreisliga Ost: SV Birkwitz-Pratzschwitz - LSV Gorknitz 1. 2:4

Bericht: P. Mönch

 

Gorknitz feiert ersten Auswärtsdreier der Rückrunde

 

Zum Auftakt in den Endspurt der Saison war der LSV zu Gast in Birkwitz. Das Spiel birgte nur aufgrund der Vorkommnisse im Hinspiel Brisanz.Die Tabellensituation beider Mannschaften war stabil im vorderen Mittelfeld. Birkwitz ging als erster Verfolger des ungeschlagenen Tabellenführers aus Stolpen in die Rückrunde, konnte bis zum Spiel gegen den LSV aber lediglich 4 Punkte einfahren. Ganze 2 Punkte mehr hatten die Gäste bis dato in der Rückrunde gesammelt. Beide Mannschaften mussten also Charakter zeigen. Leider fielen auf Gorknitzer Seite etliche Spieler aus, sodass die beiden Trainer sich als einzige Auswechsler auf die Bank bemühen mussten. Die startende Elf des LSV war jedoch durchaus schlagkräftig, wodurch man sich einiges am Kiessee ausrechnete.

 

Der LSV erwischte den besseren Start. T. Süß wurde 25 Meter zentral vor dem Tor gefoult – eine Situation wie gemalt für den Scharfschützen A. Wirthgen. Dieser nagelte den Ball mit der Innenseite neben den Pfosten zur Führung. Gorknitz spielte gefällig über die Flügel nach vorn, vergaß dabei aber das Toreschießen. Die Hausherren beschränkten sich auf weite Bälle über die Viererkette der Gäste, was zu vielen Standardsituationen führte. Kurz nach der Gästeführung bekamen die Birkwitzer eine Ecke zugesprochen. Die Bananenflanke landete im Zentrum, wo sich keiner für den heraneilenden J. Gregert zuständig fühlte. Dieser nickte unbedrängt zum Ausgleich ein. Der Treffer tat dem Gorknitzer Spiel glücklicherweise keinen Abbruch. Munter wirbelte die Flügelzange weiter und beschäftigte die Defensive der Hausherren. Etwa eine Viertelstunde nach dem 1:1 wurden die Angriffsbemühungen der Gorknitzer belohnt. Ein Traumpass von A. Linddorf diagonal durch das gesamte Mittelfeld öffnete die rechte Seite für den durchgestarteten T. Hausdorf. Der Rechtsaußen drang in den Strafraum vor und legte den Ball quer auf den mitgelaufenen Stürmer P. Mönch. Letzterer schob die Pille zwischen die Pfosten zum inzwischen hochverdienten 2:1. Von Birkwitz kam spielerisch nichts mehr, der LSV zeigte dagegen einige gefällige Kombinationen. Bis zur Pause blieb es allerdings beim 2:1, womit die Hausherren mehr als zufrieden sein konnten.

 

Auch nach dem Wechsel änderte sich an diesem Bild zunächst nichts. Der LSV war um die spielerische Lösung bemüht und Birkwitz hielt gut dagegen. Nach etwa einer Stunde nahm sich der stark aufspielende J. Carsch ein Herz und trug den Ball durchs Mittelfeld. Im letzten Moment steckte er einen Zuckerpass durch die Abwehrreihe auf den wieselflinken T. Süß. Der Linksaußen ließ sich nicht lange bitten und schob das Spielgerät am Keeper vorbei in die Maschen. Auf Gorknitzer Seite wähnte man sich nun in Sicherheit und verlegte sich aufs Kontern. Nur 5 Minuten nach dem 3:1 konnte der LSV abermals erhöhen. C. Hohlfeld dribbelte unbedrängt durch das gesamte Mittelfeld und zog kurz zum Sprint an. Kein Birkwitzer konnte folgen, daher zog der letzte Mann die Notbremse. Der Schiedsrichter blieb gnädig und verwarnte ihn nur. A. Wirthgen ließ dagegen keine Gnade walten und netzte erneut mit der Innenseite in die verlassene Torwartecke. Nun zogen sich die Gorknitzer endgültig zurück und erweckten somit ihren Gegner zum Leben. Birkwitz gab sich nie auf und erkämpfte sich Chance um Chance. Nur 5 Minuten nach dem 4:1 wurde der Stürmer der Hausherren im Strafraum abgeräumt. Den fälligen 11m verwandelte Kapitän J. Berger sicher. Die Gorknitzer fingen plötzlich an zu schwimmen, die Gastgeber wollten mehr. Wieder nur 5 Minuten später klapperte es erneut im Gorknitzer Sechzehner. Wieder 11m. Wieder links unten Richtung Innenpfosten. Doch dieses Mal sprang der Ball wohl auf einen der vielen kleinen Hügel auf dem Geläuf und prallte vom Pfosten zurück ins Spielfeld. Der nachgelaufene Birkwitzer wollte das Runde erstmal unter Kontrolle bringen, anstatt den Nachschuss direkt zu verwandeln. Dies war auch die spielentscheidende Situation, denn danach gab sich Birkwitz endlich geschlagen.

 

Der LSV spielte auswärts wieder stark auf und erzielte endlich Zählbares aus dem Aufwand. In einer absolut fairen Partie hätten die Gorknitzer das ein oder andere Tor mehr schießen können, am Ende wäre aber auch für die Gastgeber mehr drin gewesen. Im nächsten Spiel hofft man dennoch auf eine quantitative Erhöhung des Spielerpotenzials. Gegner am 09.05.2015 auf der Alm ist die zweite Vertretung des BSV Sebnitz, Anstoß ist 15 Uhr. Wir freuen uns auf viele Zuschauer!


Der LSV spielte mit:

D. Nagel - R. Rädisch, A. Wirthgen, A. Linddorf, C. Lehnert - T. Süß, J. Carsch, C. Lawrenz (C), C. Hohlfeld (A. Freudenberg), T. Hausdorf - P. Mönch

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Sa

18

Apr

2015

19. Spieltag Kreisliga Ost: LSV Gorknitz 1. - TUS Einheit Wehlen 2:1

Bericht: C. Lawrenz


Pflicht gegen Tabellenschlußlicht erfüllt...mehr nicht!


Bei besten Fußballwetter empfingen die Alm-Kicker den Gast aus Wehlen. Selbst Statistikmuffel ist nicht entgangen, dass der Tabellenletzte von der Scheibe seit etlichen Spielen punkt- und torlos sowie mit nur 5 Punkten auf dem Konto hoffnungslos abgeschlagen ist. So sollte das Spiel ein Selbstläufer werden, so könnte man meinen. Das Trainergespann kennt die Gefahr und erinnerte schon im Training, dass man selbst nicht gerade gut in die Rückrunde gestartet ist. Dieser Apell schien die Spieler vor dem Spiel erreicht zu haben. So startete man mit einer starken ersten Elf!

 

Der Spielverlauf in den ersten Minuten war so wie man es erwarten konnte, der LSV um Spielkontrolle bemüht und Wehlen mit der nötigen Härte in den Zweikämpfen. Solange die Gorknitzer schnell über außen kamen, war der Gast mit seinen erfahrenen aber teils älteren Spielern nur staunender Zuschauer. Gerade über die linke Seite machten Räddisch und Lehnert mächtig Druck. So entstand auch der Führungstreffer nachdem man bereits zwei Großchancen liegen gelassen hat. Räddisch setzte sich energisch über die linke Seite durch und bediente Hausdorf mustergültig zentral vor dem Tor. Der heute im Sturm spielende Mittelfeldmann versenkte sicher die Pille zur 1:0 Führung (8.min). Wie schon in der Vorwoche in Langburkersdorf brachte der Treffer eher Verunsicherung statt Selbstsicherheit. Nach 20 Minuten stellte der LSV aus unerklärlichen Gründen das Fußball spielen zu sehenst ein. Sinnbildlich war der Gegentreffer in der 36. Minute. Ein Schußversuch aus der zweiten Reihe wurde unglücklich abgefälscht und landete vor den Füßen eines Wehlener Spieler. Pech könnte man jetzt meinen. Aber wie sträflich frei der zentrale Mittelfeldmann gemütlich sich bis in den Strafraum bewegen konnte, ehe er den Ball bekam, war mehr als eine Schlafeinlage in der Rückwärtsbewegung. Gorknitz versuchte jetzt wieder eine Schippe drauf zu legen, nur leider mit den falschen Mitteln. Jetzt wurden wieder die Zweikämpfe bei eigenen Ballbesitz gesucht, was den Gästen natürlich in die Karten spielte und so entstanden zu viele unnötige Ballverluste.Zum Glück half der Gegner dem Gastgeber etwas auf die Sprünge als man Süß im Strafraum in die Zange nahm und niederstreckte ohne dabei den Ball zu spielen. Der bis dahin starke G.Henke nahm sich das Leder und versenkte! 2:1 kurz vor der Pause.


Kurzfassung der Halbzeitansprache: "Anfang gut...Ende schlecht...zu viele Chancen liegen gelassen....wir brauchen das 3:1....geht raus zeigt wer die Heimmannschaft ist!"


Zum Leidwesen aller LSV Anhänger verloren die Gorknitzer völlig den Faden in der zweiten Hälfte. Wehlen mit offenen Visier und vollem Offensivdrang schnürrte den Gastgeber ohne zu glänzen in der eigenen Hälfte ein. Das Resultat waren nur noch unkontrollierte Notschläge ins Niemandsland. Wenn der Ball mal flach in den Gorknitzer Reihen war wurde es im Alleingang probiert oder in die Beine der meist stehenden aber tapfer kämpfenden Gäste gepasst. Ich will eine ausführliche Berichterstattung dieses schlechte Kreisligespiels dem Leser an dieser Stelle ersparen. Fußballerisch war es von Seiten des LSV eine ganz schwache Leistung und man konnte froh, dass der heutige Gegner offensiv einfach limitierte Möglichkeiten hatte und man den Kasten bis zur letzten Minute sauber halten konnte. Somit standen 3 wichtige Punkte auf dem Konto und mehr nicht.

In den kommenden Spielen warten deutlich andere Kalieber auf die Gorknitzer und eine Leistungssteigerung ist Pflicht!


Der LSV spielte mit:


E. Lucas - R. Rädisch, T. Henke, A. Wirthgen, C. Hohlfeld - T. Süß, C. Lawrenz (C), G. Henke, P. Köckeritz, C. Lehnert (A. Freudenberg) - T. Hausdorf (F. Wirthgen)

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So

12

Apr

2015

18. Spieltag Kreisliga Ost: SSV 1842 Langburkersdorf - LSV Gorknitz 2:1

Bericht: P. Mönch


LSV verliert in letzter Sekunde


Am Sonntag trat der LSV zum schweren Auswärtsspiel in Langburkersdorf an. Aufgrund zweier Absagen am Sonntagmorgen mussten die angeschlagenen Spieler rekrutiert werden. So fanden sich zumindest 13 Spieler zum Schlagabtausch ein. Die beiden Reserveteams leiteten im Vorspiel den Fußballnachmittag ein, wodurch einmal mehr reichlich Leben im Stadion zu vernehmen war.


Beide Teams spielten von Beginn an munter nach vorn, der LSV hatte gleich mehrere Großchancen. T. Süß und M. Uhlemann hätten dabei die Führung erzielen müssen. Allein T. Süß hatte in Halbzeit 1 mehrere Hundertprozentige. Bei hohem Tempo lag das spielerische Übergewicht auf Gorknitzer Seite. Doch auch die Hausherren wollten sich nicht lumpen lassen und hatten zumindest nach Standards bemerkenswerte Torchancen. Die gefährlichste Aktion war dabei ein Freistoß aus 25 Metern an den Querbalken.Nach einer halben Stunde ließen beide Mannschaften etwas nach, was vor allem den Langburkersdorfern in die Karten spielte. So nahmen die Gastgeber das Zepter zunehmend in die Hand und drückten die Gorknitzer mehr und mehr in die Defensive. Bis zur Pause sprangen aber keine zwingenden Chancen mehr heraus und so ging es mit einem unverständlichen 0:0 in die Kabine.


Der zweite Durchgang begann so wie der erste. Der LSV war spielerisch überlegen und hatte gleich zu Beginn mehrere Großchancen. Wieder war es T. Süß, der 2, 3 Hochkaräter ausließ. Von den Gastgebern kam jetzt nichts mehr. Nach 20 Minuten dann die verdiente Führung für den LSV. Der eingewechselte P. Mönch bekam den Ball von C. Lawrenz im Zentrum, etwa 25 Meter vor dem Tor. Er drehte sich und schloss sofort ab. Der Ball wurde von einem Verteidiger abgefälscht und trudelte somit unhaltbar in das Tor. Nun sollte man denken, dass der Bann gebrochen war, doch urplötzlich hörten die Gorknitzer auf mit dem Fußballspielen. Etwa 10 Minuten vor Ende versuchte der LSV, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Wie so häufig scheiterte dies jedoch am letzten Pass. Diesmal mit verheerenden Folgen. C. Lawrenz war in die Tiefe gestartet, doch der Pass von M. Uhlemann landete direkt in den Füßen des Gegners. Jetzt ging alles blitzschnell. Die Hausherren durchspielten das Mittelfeld mit wenigen Pässen und schickten den startenden Stürmer. Dieser ließ sich von keinem Gegenspieler aufhalten und vollstreckte zum Ausgleich. In der Folge ging beim LSV gar nichts mehr. Im Gegenteil, alle waren von der Rolle, das intensive Spiel forderte seinen Tribut. Die Langburkersdorfer zückten nun die Brechstange, da ihnen fußballerisch nichts mehr einfiel. Als alle mit einem Unentschieden rechneten, leistete sich der Gorknitzer Kapitän einen kapitalen Bock. Anstatt auf Nummer sicher zu gehen, wollte er sich in der Nachspielzeit aus der eigenen Hälfte kombinieren. Also wartete er auf einen anspielbereiten Mitspieler. Leider fand sich keiner. Stattdessen schnupperte der Gegner den Braten und attackierte den Spielführer. Dieser ließ sich zum Tanz nicht lange bitten und verlor den Ball. Die Aktion konnte er zwar noch mit einem Foul klären, aber aus dem Freistoß resultierte ein Einwurf für Langburkersdorf, der das Spiel auf den Kopf stellen sollte. Der weit geworfene Ball landete auf einem Kopf der Gastgeber und glitt von da in die Maschen. Somit verspielte der LSV ein klar überlegen geführtes Spiel und bei den Hausherren fragt man sich bestimmt heute noch, wie man zu den Punkten kommt. Kurz nach der entscheidenden Aktion pfiff der souveräne Schiedsrichter ab.


Der LSV zeigte ein starkes Spiel, wurde einmal mehr nicht dafür belohnt. Es ist auch besonders ärgerlich für die vielen mitgereisten Fans, die diese weite Reise so erwartungsfroh auf sich genommen haben. Am kommenden Wochenende können die Jungs von der Alm die Schmach vergessen machen. Gegen die seit fast 5 (!) Monaten torlosen und knapp 6 (!) Monaten punktlosen und abgeschlagen letztplatzierten TUS Einheit Wehlen wäre alles andere als ein Sieg eine Blamage. Am Samstag, den 18.04.2015 ist um 15 Uhr Anstoß auf der Alm. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung am Spielfeldrand.


Der LSV spielte mit:

D. Nagel - R. Rädisch, T. Henke, A. Wirthgen, C. Lehnert - T. Süß, G. Henke (J. Carsch), C. Lawrenz (C), P. Köckeritz (P. Mönch), M. Uhlemann - S. Fritsche

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Sa

28

Mär

2015

17. Spieltag Kreisliga Ost: LSV Gorknitz 1. - SC Einheit Bahratal-Berggießhübel 1. 3:0

Bericht: C. Lawrenz

 

Die ersten 3 Punkte der Rückrunde sind Balsam für die Seele


Nach 4 Niederlagen in Serie stand der LSV im Heimspiel gegen Bahratal gehörig unter Druck. Schon beim Training am Mitwoch ging es ordentlich zur Sache und man merkte sofort, dass jeder Spieler sich der derzeitigen Situation bewusst war. Die Personalsituation war bis Freitag noch höchst angespannt, aber zum Glück meldeten sich die angeschlagenen Spieler fit und hoch motiviert. So fanden sich 14 Spieler auf der Alm zusammen, darunter auch Fritzsche, welcher nach langer Abstinenz und Spielpraxis in der Zweiten wieder sein Startelfdebüt gab.


Auf der Suche nach der richtigen Aufstellung setzte das Trainergespann wieder auf einen klassischen Mittelstürmer und 3 zentrale Spieler sowie offensive Außenbahnen. Auch die richtige Einstellung und Auftreten der Manschaft war von Beginn an zu spüren. Der LSV dominierte das Spielgeschehen. Besonders der flexible Positionswechsel und hohe Laufbereitschaft machten dem Gast mehr als zu schaffen. Bahratal konnte sich nur mit langen unkontrollierten Notschlägen befreien, wo T.Henke in der Luft wie ein "Bluthund" lauerte, alles andere räumte Wirthgen mit überragender Übersicht ab. Auch die zweiten Bälle wurden in den eigenen Reihen gehalten. Schon nach 3 Minuten klingelte es im Gehäuse der Gäste. Einen halb hoch gespielten Ball kontrollierte Süß mit etwas Glück und zog instinktiv zur scheinbaren Überraschung für den Schlussmann zur 1:0 Führung ab. Der Treffer beflügelte die zuletzt lahme Laufarbeit der Gorknitzer. Man vertraute jetzt ohne nachzudenken den Mitspielern und lief in die Räume. Auch wenn nicht jeder Ball ankam, wurde sofort von allen nachgesetzt und sich gegenseitig unterstützt. Das beste Beispiel für die deutliche Leistungsteigerung war das 2:0 (28.min). Durch energisches Pressing wurde der Ball in der gegnerischen Hälfte zentral erobert, nach außen gepasst und blitzschnell umgeschaltet. Uhlemann zog auf die Grundlinie und passte zurück auf den 16er, wo Fritzsche eiskalt in die Lange verwandelte. Und bis zur Halbzeit unverändertes Bild. Der LSV mit kontrollierter Offensive, hohem Laufpensum, aber leider auch ohne dem 3:0, was nicht unverdient gewesen wäre. Man sollte aber die Kirche im Dorf lassen, denn nach den letzten Auftritten war diese Leistungssteigerung nicht selbstverständlich.


In der zweiten Hälfte erhofften sich alle Anhänger schnell das dritte Tor zu sehen, einen ruhigen Nachmittag zu erleben und das Bier zu genießen. Doch leider kam es anders. Bahratal nun mit offenem Visier, setzte den LSV jetzt unter Druck und damit kam der Gastgeber nur schwer zu recht. Der Krebsschaden des Gorknitzer Spiels wurde nun wieder deutlich. Man war einfach nicht in der Lage in der Offensive einfach mal Bälle zu sichern, um den nachrückenden Spielern überhaupt die Chance zu geben in der Vorwärtsbewegung mitzuwirken. So kam der Ball sofort wieder zurück. Der Gast hatte spielerisch am heutigen Tag keine Chance auf Torabschlüsse, aber aufgrund starkem kämpferischen Einsatz erzwang man Gelegenheiten. Die Schlüsselsituation dann in der 65.min Minute. Ein berechtigter Elfmeter! Zum Glück für den LSV flatterten die Nerven des Schützen so stark oder die angsteinflößende Präsenz des Gorknitzer Schlussmannes war so immens, dass dieser das Leder über das Tor beförderte. Nun wurde es aus LSV-Sicht ein unnötiger Schlagabtausch auf beiden Seiten. Die größten Chancen war ein Kopfball vom Gorknitzer Carsch aus 5m zentral auf den Torwart sowie ein Pfostentreffer des ehemaligen Gorknitzer Viecenz auf Bahrataler Seite. Je länger das Spiel dauerte, desto größer wurde der Kräfteverschleiß des LSV. Die endgültige Entscheidung dann in der 84.Minute. Der eingewechselte Mönch beseitgte die letzten Zweifel zum 3:0 Endstand und bescherte den meisten Spielern schon einen gewissen Sieges-Durst. So sicherte die Mannschaft unseren Trainern endlich mal wieder eine angenehme Nacht ohne Kopfschmerztabletten!

 

Mit dem Sieg machte der LSV einen großen Satz auf den 6.Platz. Dieser Sieg soll allerdings erst der Anfang sein, einer bis dahin völlig verkorksten Rückrunde. In 2 Wochen geht es dann nach Langburkersdorf. Sonntag 15 Uhr Anstoß!


Der LSV spielte mit:

Nagel - Rädisch - T. Henke - A. Wirthgen - Hohlfeld - Uhlemann - G. Henke (Carsch) - Köckeritz - Lawrenz - Süß (Hausdorf) - Fritzsche (Mönch)

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Sa

21

Mär

2015

16. Spieltag Kreisliga Ost: Liebstädter SV - LSV Gorknitz 1. 1:0

Bericht: P. Mönch

 

LSV steht nach Torklau erneut mit leeren Händen da

 

Am Samstag war der LSV in Liebstadt zu Gast. Nach der 2:3 Heimniederlage im Hinspiel hatten die Gorknitzer noch eine Rechnung offen. Leider standen nur 11 Spieler bereit, sodass sich das Trainergespann um Freudenberg und Förster das Trikot überstreifen musste. Der Platz war wie zu erwarten nur schwer bespielbar.

 

Das Spiel begann sehr zerfahren. Beide Teams konzentrierten sich vorrangig  auf die Abwehrarbeit und wollten demnach nicht zu viel riskieren. Man muss den Gorknitzern  zu Gute halten, dass sie versuchten, das Spiel flach aufzubauen. Die Hausherren hielten es meist mit hohen langen Bällen, die zunächst für keinerlei Torgefahr sorgten. Nur einen Aufreger gab es, als der Liebstädter Stürmer einen langen Ball vermeintlich erst hinter der Grundlinie erreichte und die Flanke mit anschließendem Torerfolg zurückgepfiffen wurde. Nach etwa 25 Minuten wurden die Mannschaften mutiger. Gorknitz tastete sich mit Fernschüssen an das Gehäuse heran, verfehlte das Ziel aber deutlich oder scheiterte am sicheren Schlussmann. Auf der Gegenseite versiebte Liebstadt eine 100%-ige, als der Stürmer nach Flanke zwei Meter vor dem leeren Tor an die Latte köpfte. Ansonsten bestimmte der LSV weiterhin klar das Spielgeschehen, ohne zu glänzen. Nach einer halben Stunde dann die erste grobe Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld stand der Liebstädter Stürmer A. Friebel mehr als deutlich im Abseits und demzufolge auch mutterseelenallein. Er nahm das Leder locker mit und verwandelte in Seelenruhe zum 1:0. Der LSV ließ sich davon nicht beeindrucken und spielte weiter munter nach vorn. Leider wurden die Angriffsbemühungen nicht belohnt, eine ernstzunehmende Chance ergab sich auch nicht mehr. So blieb es bis zur Pause bei der schmeichelhaften Führung für die Gastgeber.

 

Als wäre die Personalnot beim LSV nicht schon genug, musste auch P. Mönch verletzungsbedingt die Segel streichen. So kam erneut Trainer A. Freudenberg zum Einsatz.

 

Auch in Halbzeit zwei übernahm Gorknitz die spielerische Komponente auf dem Geläuf. Zwar blieben hochkarätige Chancen Mangelware, doch konnte man ein deutliches Aufbäumen vernehmen. Von Liebstadt kam gar nichts mehr. Die Gastgeber versteiften sich endgültig auf die Verteidigung und nutzten die sich nun bietenden Räume für Konter nicht aus. Nach gut 70 Minuten dann der Ausgleich. Abschlag von Keeper D. Nagel: der Ball scheint zu lang, doch plötzlich rutscht der Heimkeeper aus – Joker A. Freudenberg sagt danke und schiebt ein. Aber halt: der Linienrichter auf der Gorknitzer Hälfte hat die Fahne oben. Und nun kam es zu einer ganz peinlichen Schiedsrichterentscheidung. Es gab indirekten Freistoß für Liebstadt 10 cm hinter der 16m-Linie, weil der Gorknitzer Torhüter angeblich übergetreten hat. Liebe Leser, bitte entschuldigt die Ausdrucksweise, aber das ist lächerlich. Entweder der Torhüter spielt außerhalb Hand und wird dafür bestraft (direkter Freistoß) oder er wirft den Ball mit Hand aus dem Strafraum heraus, um ihn dann volley nach vorn zu schlagen – was völlig der Regel entspricht. Bitte klärt uns auf, wenn diese Art des Abschlages nicht der Regel entspricht (dann müsste man aber auch jedes Mal abpfeifen, wenn der Torhüter sich den Ball aus der Hand vorlegt und dann erst außerhalb des Strafraumes abschlägt). Aus Gorknitzer Sicht hat der Torhüter regulär gehandelt und ein indirekter Freistoß kurz nach der Linie außerhalb des 16ers war die falscheste Entscheidung, die der Schiedsrichter treffen konnte. So ging es also weiter beim Stand von 1:0. Gorknitz belagerte nun die Liebstädter Spielhälfte und versuchte alles, um ins Spiel zurück zu kommen. Doch bis zum Ende der regulären Spielzeit konnte der LSV keine zwingende Aktion mehr starten. In der Nachspielzeit verweigerte der Schiedsrichter dem hörbar gefoulten Spieler C. Lawrenz den Elfmeter, wodurch es beim letztlich unverdienten Heimsieg für Liebstadt blieb.

 

Der LSV steht nach wie vor punktlos in der Rückrunde da. Zumindest ein Zähler wäre in Liebstadt drin gewesen. Jedoch sind die eklatanten Schiedsrichterentscheidungen keine Entschuldigung für das Verhalten einiger Gorknitzer auf dem Platz. Frustfouls, die in mehreren gelben und sogar einer roten Karte mündeten, spiegeln nicht den Charakter des LSV wieder. Hier muss jeder Spieler sein Verhalten selbst hinterfragen. So wird sich die Personalsituation am nächsten Wochenende wohl noch kritischer gestalten als bisher. Gegner auf der Alm ist Bahratal, gegen die man im Hinspiel ein mühsames 3:3 erarbeitete. Anstoß ist 15 Uhr. Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen am Spielfeldrand – was im Übrigen auch in Liebstadt wieder bemerkenswert war, vielen Dank dafür!


Der LSV spielte mit:

D. Nagel - R. Rädisch, A. Wirthgen, A. Linddorf, C. Hohlfeld - T. Süß, C. Lawrenz, G. Henke, J. Carsch, P. Köckeritz - P. Mönch (A. Freudenberg)

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Sa

07

Mär

2015

15. Spieltag Kreisliga Ost: LSV Gorknitz 1. - TSV Graupa 1. 1:2

Bericht: P. Mönch

 

LSV vergeigt Heimpremiere 2015

 

Am 2. Spieltag der Rückrunde empfing der LSV Gorknitz auf der Alm die Gäste aus Graupa. In der Vergangenheit lieferten sich beide Teams immer einen heißen Schlagabtausch. Gorknitz verschenkte im Hinspiel 2 Punkte und war somit frohen Mutes, die 3 Punkte diesmal einfahren zu können. Leider war die Personaldecke mehr als enttäuschend. Trotz übergroßem Kader fanden sich nur 13 Spieler ein, sodass sich auch Trainer Freudenberg das Trikot überstreifte. Im Vorfeld zum Punktspiel der Herren fertigte die C-Jugend noch fix die Struppener Knaben mit 6:1 ab und stimmte damit auf das Frühlingsfeeling in Gorknitz ein. Die vielen Zuschauer sollten das Fußballfest abrunden.

 

Von Beginn an entwickelte sich ein körperbetontes Spiel, bei dem sich die Mannschaften gegenseitig nichts schenkten. Keiner wollte etwas riskieren und beide Teams versuchten, den Kasten hinten sauber zu halten. Leider litt der Fußball sehr darunter und die Attraktivität des Spiels verflog schnell. Gorknitz spielte absolut nicht wie eine Heimmannschaft: Galligkeit und Geilheit auf Ball und Spiel blieben komplett auf der Strecke. Bei jedem Graupaer Atemzug spürte man die Vorsicht und Anspannung auf Gorknitzer Seite. Der LSV war scheinbar viel zu sehr mit sich selbst und dem neuen Spielsystem beschäftigt, anstatt sich aufs Fußballspielen zu konzentrieren. Und so sah es dann aus: Graupa agierte ausschließlich mit langen Bällen und Gorknitz mit flach gespielten Fehlpässen, welche die Verteidigung in Bewegung hielten. So plätscherte die erste halbe Stunde vor sich hin. Keine der Mannschaften hatte bis dato einen nennenswerten Angriff. Etwa 10 Minuten vor dem Pausentee bekämpfte P. Mönch die Langeweile: er ließ einen Pass vom Mitspieler am eigenen Strafraum zu weit weg springen und sein Gegenspieler streckte das Knie dazwischen. Der Ball landete beim Graupaer Angreifer vor den Füßen, welcher das Leder aufnahm und in den Strafraum schleppte. Als er endlich mal Keeper D. Nagel im Gehäuse beschäftigen wollte, überraschte ihn von hinten der übermotiviert einsteigende J. Carsch mit einer unnötigen Blutgrätsche. Der von Rot verschonte wusste sofort was Sache war, Altmeister S. Gnauck ließ sich die Gelegenheit zur Führung nicht nehmen. Der Gorknitzer Truppe kann man nicht vorwerfen, dass sie von diesem Rückstand geschockt war. Sie spielte einfach so harmlos und uninspiriert weiter und rettete sich in die Kabine. Schon jetzt musste der LSV einen Umsatzrekord am Tresen geschafft haben, denn anders konnte dieser Grottenkick sicher nicht anzusehen sein. Dessen war man sich auch auf Gorknitzer Seite bewusst. Also hieß die Devise für den zweiten Durchlauf „Abteilung Attacke“.

 

Gorknitz spielte wesentlich besser als die ersten 45 Minuten und die Passquote steigerte sich um gute 300%, aber für echte Torgefahr konnte man noch nicht sorgen. Die Gäste stellten sich hinten rein und versteiften sich auf das Konterspiel. Kurz nach Wiederanpfiff wurden sie vom Gorknitzer Schlussmann belohnt. Ein Torschuss auf die Mitte aus etwa 25 Metern entglitt dem wegrutschenden Keeper zum 0:2. Der einzige konstant stark auftretende Spieler setzte nun auch seinen Bock, es passte zum Spielverlauf. Gorknitz erhöhte jetzt seinen Spielanteil von 70% auf 80%, was der Ansehnlichkeit nicht zu Gute kam. Im Mute der Verzweiflung probierte man es auf Gorknitzer Seite nun mit langen Bällen in den gegnerischen Strafraum – ein seit Jahren verpöntes Element im Gorknitzer Aufbauspiel, aber an diesem Tag lief nach vorn sonst absolut nichts. Wie durch Zufall gelangte dann ein Diagonalball durch die Abwehrkette der Gäste und landete bei T. Süß am Fuß. Er belohnte seinen recht ordentlichen Auftritt mit dem Anschlusstreffer, musste später aber verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Nun war noch eine halbe Stunde zu spielen und plötzlich war für Gorknitz wieder alles drin. Die Mannen von der Alm kämpften sich jetzt auch rein in das Spiel und warfen alles nach vorn. Bis auf wenige halbwegs gefährliche Aktionen in der Graupaer Box blieben sie aber harmlos. Die Gäste hatten auch keine Torchance mehr und so blieb es beim überraschenden Auswärtserfolg für den TSV.

 

Auf Seiten des LSV war man sichtlich geschockt vom Ergebnis. Die guten Ergebnisse und tollen Ansätze der Vorbereitung sind plötzlich nichts mehr wert. Jetzt muss man schnellstens den Hebel umwerfen und wieder in die Spur finden. In 2 Wochen wartet Liebstadt, mit denen man noch eine Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen hat (unglückliches 2:3 auf der Alm). Auch dort muss der LSV erstmal den Kampf annehmen und sich wieder bewusst werden, dass in der Kreisliga richtig Pfeffer im Spiel ist. Als Schmankerl zwischendurch bereist der LSV am kommenden Samstag die Vorstädter aus Dohna, um sich dort mit der ersten Vertretung zu messen. 13 Uhr ist Anstoß beim Derby außer Wertung. Wir freuen uns weiterhin auf Eure Unterstützung.

 

Der LSV spielte mit:

D. Nagel – C. Hohlfeld, A. Wirthgen, A. Linddorf, R. Rädisch – T. Süß (F. Träger), J. Carsch (A. Freudenberg), P. Mönch, T. Hausdorf (F. Wirthgen) – C. Lawrenz, M. Uhlemann

 

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Sa

28

Feb

2015

14. Spieltag Kreisliga Ost: SV Chemie Dohna 2. - LSV Gorknitz 1. 4:3

Bericht: C. Lawrenz


Derbyschlappe zum Auftakt

 

Das erste Spiel der Rückrunde war geprägt von vielen Frageichen. Wie sattelfest ist die neue Gorknitzer Truppe? Welche Spieler spielten in der zweiten Vertretung der Dohnaer mit?


Bei den Gastgebern ging es in der Vorbereitung drunter und drüber. Der Trainer wurde "zum Gehen überredet" und die Anzahl der Spieler in den Testspielen war mehr als schwankend. Aber man war sich bewusst, dass im kleinen Derby schon eine schlagkräftige Truppe gegen die Gorknitzer antreten würde. Auf Seiten des LSV war man personell gut gerüstet, denn durch die 5 Neuzügänge im Winter war man in der Breite sehr gut aufgestellt, um die gewohnten 3/4 Absagen locker zu kompensieren bzw. gleichwertig zu ersetzen. Auch taktisch war man bestens vorbereitet. Die Gorknitzer Spionageabteilung leistete hervorragend Arbeit, so war es keine Überraschung, dass der Gastgeber wieder mit einem klassischen Libero agierte, welcher aufgrund seines hohen Alters und stark nachlassendem Tempo sich hauptsächlich auf das "Vorplautzen" konzentrieren würde. Der LSV wollte im Dohnaer Käfig trotzdem seine spielerische Linie verfolgen.

 

Die Bemühungen um Spielkontrolle und fußballerische Glanzpunkte waren auf Seiten von Gorknitz von Beginn an zu erkennen, blieb aber weit unter den Erwartungen. Man war bedacht darauf über die Außen für Gefahr zu sorgen, scheiterte aber meist am ungenauen Abspiel und fehlender Laufbereitschaft, hinzu kam noch, dass die Giftigkeit in den Zweikämpfen fehlte. Dohna konzentrierte sich auf ganz einfache Mittel: aggressiv in den Zweikämpfen, hoch und weit nach vorn auf die technisch starken Spielern, allen voran Stürmer Krebs, welcher schon öfters gegen die Gorknitzer bewiesen hatte, was er am Ball kann. Zum Leidwesen des Gorknitzer Trainers fanden seine Mannen kein Gegenmittel gegen diese simple Spielart. Nachdem der LSV die ersten 10 Minuten alles im Griff hatte, verlor man Mitte der ersten Hälfte zunehmend den Faden. Die Dohnaer gewannen in der Zentrale immer mehr die Oberhand und erspielten bzw. erkämpften sich durch starke Einzelleistung 2 Großchancen, die von Keeper Nagel stark vereitelt wurden. Doch bei der Dritten war er dann machtlos. Ein Einwurf von rechts fand in der Mitte einen Abnehmer, dieser passte relativ ungestört auf die Gegenseite wo Krebs völlig frei stand und sich in Ruhe im Eins-gegen-Eins den Innenverteidiger Mühle zu recht legen sowie zur verdienten 1:0 Führung einschieben konnte. Von der angestrebten Dopplung durch Verschieben war nix zu sehen. Gorknitz war nun sichtlich angeschlagen und fand nur schwer wieder in die Spur. Der Ausgleich in der 37.Minute kam dann relativ überraschend. Das neu formierte Sturmduo Lawrenz/Uhlemann zeigte, warum Coach Freudenberg auf diese Paarung gesetzt hat. Uhlmann erlief sich im Höchsttempo den Ball, behauptete diesen stark und legte rüber auf Lawrenz, welcher von der Strafraumgrenze den Ball in die Maschen brachte. Der Treffer war Balsam für den stotterten Gorknitzer Motor und die Almtruppe fand wieder besser ins Spiel. Leider kam diesmal der Pausenpfiff zu früh! Mit dem Unentschieden ging man dann in die Pause.

 

Halbzeit zwei sollte dann ein Spektakel werden mit falschem Ausgang. Gorknitz stand jetzt defensiv und in der zentrale deutlich besser und drängte den Gastgeber jetzt zusehends in die eigene Hälfte. Leider blieben die Großchancen Mangelware! Knackpunkt im Spiel war dann das 2:1 in der 65.Minute für Dohna aus mehr als abseitsverdächtiger Position. Nach einer Ecke rückte Gorknitz geschlossen raus und der Abpraller wurde über die Abwehr zum freistehenden Verteidiger geschlagen, welcher Nagel keine Chance ließ. Klar war, dass alle Gorknitzer Anhänger auf Abseits plädierten und Dohna das Gegenteil behauptete, aber laut neutralem Zuschauer war es deutliches Abseits. Aber so ist Fußball und die Schiedsrichter sind auch nur Menschen. Nun versuchte es Gorknitz mit überhastetem Anrennen. Sinnbildlich dann das 3:1 7 Minuten später. Lawrenz wurde in der Höhe der gegnerischen Eckfahne gefoult, statt in Ruhe abzuwarten, dass die langen Kerle nach vorne kommen, spielte er schnell auf den durchgestarteten Wirthgen, welcher sichtlich überrascht den Ball verlor. Der Konter wurde dann von dem Gastgeber eiskalt ausgenutzt. Wer jetzt dachte, die Gäste würden die Köpfe hängen lassen, täuschte sich gewaltig. Der LSV zeigte Moral und setzte die Dohnaer erneut unter Druck. Ein weiter Abschlag von Keeper Nagel läutete dann die Aufholjagd ein. Lawrenz setzte den Dohnaer Verteidiger unter Bedrängnis und lauerte auf Fehler. Der zu kurze Rückpass war eine Einladung für den Stürmer, der nur durch ein Foul im Strafraum zu stoppen war. Den fälligen Elfer (76. Min) haute Mönch sicher in die Maschen zum 2:3 Anschluss. Nun war Feuer im Gorknitzer Spiel und der Aufwand wurde belohnt. Ein langer Einwurf fand keinen Abnehmer und landete letztendlich bei Süß, der zentral vor dem Tor die Nerven behielt und zum 3:3 einnetzte (88. Min). Jetzt war alles drin! Der LSV war jetzt psychologisch im Vorteil, wollte aber trotzdem nicht auf Krampf den Sieg erringen und stellte wieder auf Viererkette um. Defensiv sollte nichts mehr anbrennen. So die Theorie, die Praxis war haarsträubend. Ein schnell ausgeführter Einwurf in den Lauf des gefährlichsten Dohnaers auf dem Platz und wieder war nur ein Abwehrspieler da. Das schlechte Stellungsspiel der Gorknitzer Hintermannschaft nutzte der gegnerische Stürmer zur erneuten Führung in letzter Sekunde zum 4:3.

 

Das Tor in letzter Sekunde war eine bittere Pille, die die Gorknitzer Truppe jetzt schlucken muss. Sie ist aber hoffentlich die Initialzündung für alle Spieler, selbstkritisch mit sich umzugehen und noch eine Schippe drauf zu legen, im Spiel sowie im Training! Die nächsten Spiele dienen weiterhin der Neuentwicklung der LSV Truppe. Trotzdem sind Siege dafür immer am besten geeignet. Graupa im nächsten Heimspiel soll dies hoffentlich zu spüren bekommen.


Der LSV spielte mit:

Nagel - Wirthgen - Linddorf - Mühle - Hohlfeld - Carsch (G.Henke) - Mönch - Süß - Köckeritz (Hausdorf) - Uhlemann - Lawrenz

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Sa

21

Feb

2015

LSV Gorknitz 1. - TSV Reinhardtsgrimma 4:2

Bericht: P. Mönch


Gorknitz gewinnt letzten Test


Das letzte Vorbereitungsspiel fand in mühlbach statt. Gegner war ein Kreisligist aus der Weststaffel. Beim LSV standen lediglich 11 Spieler zur Verfügung. Da die zweite Mannschaft des LSV ihr Vorbereitungsspiel gegen Hartmannsdorf eher angekündigt hatte, diente das Spiel der ersten als Vorspiel und begann schon um 11 Uhr. Die Marschroute des LSV hieß spielerische Kontrolle und Kreativität im Angriff.


Von der ersten Minute an entsprach das Gorknitzer Spiel in keiner Weise den Vorstellungen des Trainers. Anstelle von Lauffreudigkeit, Spritzigkeit und Aggressivität schleppten sich die Gorknitzer mehr über den Platz und rannten Gegner und Ball meist hinterher. Von Angriffen auf das Gästetor war nichts zu sehen. Glücklicherweise stellte sich der Gast nicht viel besser an und so konnte Gorknitz das 0:0 halten. Wie aus dem nichts erzielte der LSV dann die Führung. C. Lawrenz wurde auf Höhe der Mittellinie angespielt, konnte sich gegen seinen Kontrahenten behaupten und schickte den gestarteten P. Mönch in die Tiefe. Dieser drang in die Box ein und bediente M. Ullrich im Zentrum, welcher locker zum 1:0 einschob. Anschließend quälte sich der LSV wieder durchs Spiel und konnte sich auf die Torungefahr des Gegners verlassen. So blieb es bis zur Pause bei der mehr als unverdienten Gorknitzer Führung, entsprechend unzufrieden waren die Trainer.


In Halbzeit 2 wollte man dominanter auftreten und dem Ergebnis die spielerische Note verleihen, aber an diesem Tag ging bei Gorknitz einfach nichts. Ganz im Gegenteil: die Gäste blieben überlegen und münzten dies nun auch in Tore um. Innerhalb weniger Minuten drehten die Grimm´schen das Spiel und legten vor. Von einer Trotzreaktion auf Gorknitzer Seite war nichts zu spüren. Erst ein unglücklicher Zusammenprall im Grimmaer Strafraum brachte die Wende. M. Ullrich und der Gästeverteidiger kollidierten, wobei der Defensivmann so unsanft auf dem Boden landete, dass er nicht weiterspielen konnte. Da die Gäste auch nur zu elft antraten, mussten sie nun in Unterzahl weiterspielen. Somit waren sie zu einer taktischen Umstellung gezwungen, was grobe Unordnung in ihr Spiel brachte. Davon profitierte der LSV derart, dass das Spiel auf den Kopf gestellt wurde. Völlig unverdient erzielten die Gastgeber noch 3 Treffer und brachten sich somit ergebnistechnisch auf Kurs. Dieser Aspekt zählt bei einem Vorbereitungsspiel allerdings nicht, sodass diese Vorstellung als Pleite bezeichnet werden kann. Einzig T. Henke und Keeper D. Nagel verdienten sich ihre Sporen. Beide verhinderten mehrere vielversprechende Angriffe der Gäste. Daneben können sich die abwesenden Spieler durchaus als Sieger fühlen.


Am kommenden Samstag beginnt die Rückrunde mit dem Derby in Dohna. Bis dahin sollten sich die Gorknitzer straffen, damit man erfolgreich ins Jahr 2015 starten kann. Dazu bedarf es allerdings auch einer verbesserten Trainingsbeteiligung. Anstoß in Dohna ist 11:15 Uhr, wahrscheinlich im Käfig. Wir freuen uns auf die Unterstützung unserer Fans.


Der LSV spielte mit:

D. Nagel - C. Hohlfeld, S. Mühle, T. Henke, G. Henke - P. Köckeritz, J. Carsch, P. Mönch, A. Wirthgen - M. Ullrich, C. Lawrenz

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Sa

14

Feb

2015

VfL Pirna-Copitz 2. - LSV Gorknitz 1. 2:3

Bericht: P. Mönch


LSV sorgt für Überraschung


Am Samstag trat der LSV bei der 2. Vertretung des VfL Pirna-Copitz an. Der Kreisoberligist sollte als spielerisches Vorbild herhalten, das Ergebnis war zweitrangig. Trainer Freudenberg konnte dabei auf 15 Spieler zählen. Das sonnige Wetter vertrieb den Winter vom Copitzer Kunstrasen, wodurch er butterweich wurde. Die Gorknitzer Aufstellung war zunächst für alle irritierend, sollte sich aber als durchaus erfolgversprechend erweisen. A. Wirthgen gab den linken Außenverteidiger in der Viererkette, P. Mönch rückte in die Zentrale neben J. Carsch und Kapitän C. Lawrenz durfte im Angriff ran.


Zu Spielbeginn tasteten sich beide Mannschaften erstmal an. Den Gorknitzern merkte man den Respekt vor dem höherklassigen Gegner an, aber die hohe Laufbereitschaft und taktische Disziplin machte den Hausherren sichtlich zu schaffen. Copitz konnte sich gar nicht entfalten und kam zu keiner einzigen Torchance. Der LSV dagegen wurde zunehmend selbstbewusster und spielte sich nach und nach Richtung gegnerisches Tor. Verdientermaßen erzielte T. Süß die Führung nach einer gelungenen Kombination über die rechte Seite. C. Hohlfeld und P. Köckeritz tankten sich auf der Außen durch, C. Hohlfeld bediente auf Höhe der 16 M. Schuster zentral. Dieser leitete den Ball direkt nach links auf. T. Süß weiter, welcher völlig freistehend souverän netzte. In der Folge spielte nur noch der LSV. Copitz kam nicht mal in die Nähe des Gorknitzer Strafraumes, Keeper D. Nagel hatte eine sehr ruhige erste Halbzeit. Demgegenüber spielte der Gorknitzer Angriff gefällig nach vorn, lediglich die Flanken ließen zu wünschen übrig. So blieb es vorerst beim 1:0. Kurz vor dem Pausentee riss C. Lawrenz vorn eine Lücke, P. Mönch erspähte diese und spritzte in den freien Raum. A. Wirthgen roch den Braten und spielte einen mustergültigen Pass in den Lauf von P. Mönch. Dieser lief allein auf den Keeper zu und verwandelte zur sicheren 2:0 Führung. Halbzeit.


Die Gorknitzer waren erstmal zufrieden. Nicht nur das Ergebnis war positiv, sondern auch die Spielweise entsprach annähernd den Vorstellungen des Trainerteams. Leider ließ sich der LSV die Zufriedenheit in Halbzeit 2 anmerken. Die Aggressivität der ersten 45 Minuten war verflogen, die Konzentration dahin. Plötzlich kamen die Hausherren wieder ins Spiel und schnürten den LSV hinten ein. Folgerichtig fiel der Anschlusstreffer. Nach einem Eckball konnte ein Copitzer den Ball seelenruhig im Strafraum runter nehmen, seinen Gegenspieler vernaschen und das Runde unhaltbar im Eckigen versenken. Nun merkte man, dass das Spiel zu kippen drohte. Copitz war jetzt oben auf und Gorknitz völlig verunsichert. Fehlpässe und harte zweikampfführung spiegelten das Gorknitzer Gesicht in dieser Situation am ehesten wider. Eben einen solchen grenzwertigen Zweikampf im Strafraum wertete der Schiedsrichter als elfmeterreif. So kam Copitz zum Ausgleich. Gut für Gorknitz, denn jetzt wachte der Kreisligist auf und spielte endlich wieder Fußball. Das Spiel lief nun auf Augenhöhe, beide Mannschaften hätten zum Sieg kommen können. Das Glück war diesmal auf Gorknitzer Seite. Eine Eingabe von links klärte der Copitzer Verteidiger per Kopf in die Mitte zur Strafraumgrenze. Dort tauchte P. Mönch auf, nahm den Ball kurz an und flederte ihn in die Maschen. Wieder die Führung für Gorknitz. Die letzte Viertelstunde war ein Spiel mit offenem Visier. Die nicht immer sattelfeste Hintermannschaft des LSV verteidigte aber die Führung und von vergaßen die Angreifer, den Sack zuzumachen. So blieb es bis zum Ende beim nicht unverdienten 3:2 Auswärtssieg für den LSV.


Bei Gorknitz sah man gute Ansätze, aber bis zum Saisonauftakt in Dohna muss noch mehr Zug in das Spiel. Es wartet also noch sehr viel Arbeit auf das Trainergespann Freudenberg/Förster, um die Truppe auf das Derby vorzubereiten. Nächste Woche findet das letzte Vorbereitungsspiel statt. In Mühlbach empfängt der LSV den Kreisligisten aus Reinhardtsgrimma.

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So

01

Feb

2015

SV Gebergrund Goppeln - LSV Gorknitz 2:1

Bericht: C. Lawrenz

 

Die neue LSV Truppe kommt kurz ins Stocken


Die Gorknitzer waren in ihrem zweiten Testspiel zu Gast in Goppeln. Ein altbekannter Gegner, welchen man im Sommer erfolgreich mit 3:2 bezwungen hatte. Dieses Spiel sollte als Gradmesser genommen werden, um festzustellen wie weit das Zusammenspiel der neuen Truppe inklusive System schon funktioniert.


Bei schönem Wetter und noch leicht angefrorenen Kunstrasen entwickelte sich ein von Taktik und Disziplin geprägtes Spiel. Beide Mannschaften agierten im 4-4-2, allerdings merkte man, dass Goppeln deutlich länger dieses System praktizierte und somit die Partie dominierte - ohne jedoch offensiv zu glänzen. Gorknitz hatte Probleme Spielkontrolle zu erlangen, war allerdings gelegentlich in der Lage das Tempo über außen deutlich anzuziehen, was bei dem Gastgeber für enorme Probleme sorgte. Nur leider konnte man diesen leichten Geschwindigkeitsvorteil viel zu selten bewundern bzw. ausnutzen. Mitte der ersten Hälfte klingelte es im falschen Gehäuse. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld pennte Lawrenz einen kurzen Augenblick und ließ seinem Gegenspieler etwas Luft, welcher den Ball mit den Haarspitzen unterbrachte. Gorknitz schüttelte sich kurz und antwortete prompt. Nach einem schnellen Angriff über Außen flankte Köckeritz mustergültig auf Mönch, welcher die schöne Kombination zum Ausgleich nutzte. Danach verfiel das Spiel in das übliche taktische Muster ohne Torchancen auf beiden Seiten.

 

In der zweiten Hälfte dann ein ähnliches Bild. Goppeln erhöhte jetzt etwas den Druck und der LSV fand spielerisch kein Mittel sich dauerhaft zu befreien. Nach den Wechseln auf Gorknitzer Seite brauchte der Gast eine ganze Weile um halbwegs wieder ins Spiel zu kommen. Eine Ecke brachte in dieser Phase dann die verdiente Führung. Wieder machte Lawrenz im Luftkampf eine unglückliche Figur. Zu allem übel krönte er seinen schwarzen Tag als er den Kopfball mit dem Hinterkopf unhaltbar für seinen Keeper abfälschte zum 2:1 Rückstand. Danach versuchte der LSV mit Kampfgeist das Ruder rumzureißen. Außer zwei Chancen in der Schlussphase sprang nix zählbares raus. So blieb es beim nicht ganz unverdienten Sieg für Goppeln.


Der LSV ließ gegen einen guten Gegner spielerisch so gut wie nix zu, aber Offensiv ist noch eine Menge Platz nach oben. Im nächsten Spiel gegen Pirna Copitz 2. muss man sicher noch an der Feinabstimmung arbeiten, kann aber bis jetzt schon eine kleine Steigerung gegenüber dem Lockwitzspiel erkennen.


Nagel - Wolf (G.Henke) - Lindorf - Mühle - Rädisch - Lawrenz - Carsch (F.Wirthgen) - Köckeritz - Süß - Mönch (Nitzsche) - Uhlmann (Richter)

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Do

29

Jan

2015

Vorbereitungsspiel BSV Lockwitzgrund - LSV Gorknitz 1:3

Bericht: C. Lawrenz


Neues Team, neuer Trainer, neues System, erster Sieg!


In der Winterpause kam ordentlich Bewegung in die LSV-Familie. Andreas Freudenberg, ehemaliger Top Stürmer der Gorknitzer, fand endlich den Weg über die Trainerbank des HSV wieder zurück in die heimische Umgebung und löste Kapitän Lawrenz als Cheftrainer ab, welcher sich jetzt voll auf die eigene fußballerische Leistung konzentrieren kann. Mit im Gepäck 5 neue Spieler aus der Zweiten Vertretung des Heidenauer SV, welche dem klammen Konkurrenzkampf wieder neues Feuer geben sollen.


In der Vorbereitung dann das große Kennenlernen. Schnell wurde klar, dass der Anfang holprig ausfallen würde. Das Zwischenmenschliche und die große Anzahl der Trainingsbeteiligten war kein großes Hindernis, doch die beiden unterschiedlichen Spielsysteme auf ein Niveau zu bringen, dies war die Mammutaufgabe. Einen Tag vor dem ersten Testspiel in Lockwitz stand intensive Taktikschulung auf den Programm. Aber aus einem unerklärlichen Grund funktionierte es nur eher mässig und machte nicht viel Hoffnung auf einen erfolgreichen Einstieg.


Erstes Spiel auswärts in Lockwitz. Wie erwartet ist die Anzahl einsatzbereiter Spieler Luxus für jeden Trainer. Mit 16 potentiellen Stammspielern konnte man reichlich ausprobieren, erste große Überraschung: der gelernte flinke Stürmer auf die rechte Verteidigerposition. Vor dem Spiel wurde noch einmal intensiv über das System und die Bewegung gegen den Ball gesprochen.


Die erste Hälfte gegen einen unterklassigen Gegner war von viel Licht und Schatten geprägt. Zum Positiven: der LSV war bemüht die taktischen Anweisungen gegen den Ball und das neue System umzusetzen. Klappte phasenweise sogar sehr ansehnlich, solange der Gastgeber den Gorknitzern genug Platz und Zeit ließ. Negativ war allerdings, wenn die Gorknitzer den Ball verloren hatten und der Gegner es nur ansatzweise schnell machte, dauerte es viel zu lange ehe der LSV wieder Ordnung in den eigenen Reihen hatte. So fiel auch das 0:1. Ein unnötig verlorener Ball in der Offensivbewegung, fehlende Absicherung vor der 4er Kette und "noch" fehlende Spritzigkeit im Zweikampf waren massgebliche Faktoren für den Rückstand Mitte der ersten Hälfte. In der Folgezeit versuchte der Gast krampfhaft wieder Struktur in das Spiel zu bringen, blieb aber ohne sichtbaren Erfolg. Selbst der Ausgleich durch A.Wirthgen nach einer Ecke konnte keine Sicherheit hinein bekommen. Bis auf einige Standards blieben beide Mannschaften offensiv eher blass. So ging es mit einem gerechten 1:1 in die Pause.


Der Vorteil an Fehlern ist, dass man drüber reden kann und daraus lernen sollte. Und das gab es reichlich in der Pause.


In der zweiten Hälfte dann ein deutlich besseres Auftreten der Gorknitzer in allen Bereichen. Spielkontrolle, Zweikämpfe, Offensivaktionen, der LSV bestimmte ganz klar das Geschehen zum Wohlwollen des neuen Trainers. Besonders das Spiel über die außen wurde jetzt deutlich besser gesucht, wo sich die neuen Außenverteidiger Rädisch/Hohlfeld sichtlich wohl fühlten. Lockwitz ging zunehmend die Puste aus und die Tore 2 und 3 durch Süß und Hausdorf waren nur noch Formsache. Ab der 60.Minute wurde dann auch munter durchgewechselt um jedem Spieler die Gelegenheit zu geben, sich dem Coach "aufzudrängen". Bei allem Respekt vor tapfer kämpfenden Lockwitzern, aber zum Schluß war es ein lockeres Trainingsspiel, was allen Beteiligten hoffentlich mehr Sicherheit gebracht haben sollte, denn die nächsten Spiele werden sicher schwieriger.


Kurz gefasst: die neue Truppe hat viel Potenzial, brauch aber sicher noch einige Zeit um über 90 Minuten eine geschlossene Leistung zu bringen. In den nächsten 4 Wochen muss jeder einzelne an der eigenen Fitness arbeiten und bei Gelegenheit ein/zwei Gehirnwindungen mehr zur Verfügung stellen, um das neue System zu verinnerlichen.

Nächster Halt: 1.Februar in Goppeln, Anstoß 11 Uhr.


Der LSV spielte mit:

Nagel (Träger) - Rädisch - T.Henke - Lindorf (Mühle) - Hohlfeld - Lawrenz - Carsch (Wolf) - A. Withgen - Süß (Hausdorf) - Mönch (Nitzsche) - Uhlemann

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Sa

06

Dez

2014

13. Spieltag Kreisliga Ost: LSV Gorknitz 1. - 1. FC Pirna 2. 1:6

Bericht: P. Mönch


Peinliches Schlachtfest zum Hinrundenende auf der Alm


Zum Abschluss der Hinrunde der Kreisliga Ost erwartete der LSV die zweite Vertretung des FC Pirna. Beide Mannschaften spielten bislang eine gute Serie und fanden sich unter den Top 6 der Tabelle wieder. Also Spitzenspiel in Gorknitz - sollte man meinen. Die Gorknitzer waren zudem in guter Besetzung. 13 Spieler standen dem Trainerduo Lawrenz/Förster zur Verfügung, allesamt gestandene Stammspieler der bisherigen Saison. Das Gorknitzer Geläuf präsentierte sich ebenso in guter Verfassung, sodass einem tollen Fußballspiel eigentlich nichts mehr im Wege stehen sollte. Beim LSV war man sich durchaus bewusst, dass mit den Gästen aus Pirna eine Bombentruppe auf der Alm auflaufen würde. Durch aggressives Pressing und Entschlossenheit sollte der Gegner niedergekämpft werden. Aufgrund der bis dato für Gorknitzer Verhältnisse starken Punktausbeute sollte das Gipfeltreffen mit dem Kreisoberligaabsteiger das i-Tüpfelchen der Hinrunde werden.


Das Spiel begann sehr intensiv. Hohes Tempo, straffe Zweikampfführung, aggressives Forechecking: beide Mannschaften schenkten sich nichts und versuchten zunächst, den Laden hinten dicht zu halten. Der erste Gorknitzer Angriff nach knapp 10 Minuten durch die Zentrale. Zwei Ballstaffeten auf Höhe der Mittellinie, ein Steilpass in die Spitze und schließlich ein verunglückter Direktpass in den Strafraum endeten in der Abwehr der Gäste. Aber denkste: Altmeister Kendelbacher war sich seiner Sache wohl zu sicher und ging nur halbherzig zum Ball. Außenspieler Hausdorf setzte stark nach und holte sich das Leder im gegnerischen Strafraum zurück. Anschließend rannte er mitten in den Abwehrpulk der Pirnaer. Bevor diese klären konnten, hielt er noch die Picke an den Ball und das Runde kullerte ins Eckige. 1:0, Auftakt nach Maß! Nun dachte man sich: "es läuft!" Also weiter so. Anstoß Pirna: 2 Doppelpässe im Mittelfeld und ein langer Ball über die aufgerückte Gorknitzer Abwehr. Dort war inzwischen der Pirnaer Schneider hingelaufen. Er bekam den Ball, nahm ihn mustergültig runter und hämmerte das Spielgerät unwiderstehlich unter die Latte. Ein Traumtor führte zum postwendenden Ausgleich. Alles auf Null, also von vorn anrennen. Doch nun kam alles anders. Die Pirnaer übernahmen zusehends die Oberhand auf dem Spielfeld. Gorknitz kam kaum noch hinten raus. Ein Passspiel war praktisch nicht mehr vorhanden. Bei Pirna klappte dagegen alles wie am Schnürchen. Kurz nach dem Ausgleich spielte der Gorknitzer Kapitän ein Ball genau in des Gegners Füße, das Umkehrspiel wurde an diesem Tag nur von einer Mannschaft praktiziert: vom Gast. Also nahmen sie das Leder und ab ging die Post. Libero Nitzsche wurde förmlich überrannt und schon zappelte wieder das Netz. Von diesem Schlag sollte sich der LSV nie mehr erholen. Es lief alles schief. Jeder Angriffsversuch wurde gnadenlos aufgehalten und die Spielrichtung entsprach nun einer Einbahnstraße. Die Gäste erzwangen mehrere Standards, einer davon war eine Ecke. Und selbst hier gewannen sie die entscheidenden Luftduelle. Am zweiten Pfosten schraubte sich ein Pirnaer hoch, köpfte den Ball per Aufsetzer in die lange Ecke, wo dieser an die Latte klatschte und anschließend beim nächsten Pirnaer vor die Füße fiel. 1:3. Gorknitz weiterhin völlig von der Rolle. Pirna vorn weiter brandgefährlich. Ein langer Diagonalball über die Abwehr zwang den im Stich gelassenen Gorknitzer Libero zu einem Laufduell gegen den Pirnaer Henke. Der Klärungsversuch führte zu einem mustergültigen Lupfertor, aber leider in das falsche Tor. Der LSV reagierte sofort und stellte in der Abwehr um. Wolf machte nun den Libero, G. Henke kam in die Abwehr und F. Wirthgen ersetzte den ausgewechselten Nitzsche. Zu diesem Zeitpunkt hätte man eigentlich viele, viele Wechsel durchführen müssen, aber leider sind nur 3 davon erlaubt. Anschließend ließen die Pirnaer von ihrem Opfer ab und schalteten 2 Gänge zurück. Der LSV durfte wieder am Spiel teilnehmen. Bis zur Pause ergaben sich sogar noch 2 Hundertprozentige für Richter und Mönch, aber beide präsentierten sich genauso schlecht wie der Rest und vergaben blind.So blieb es glücklicherweise beim 1:4 bis zur Pause, das Spiel war nach Auffassung der Außenstehenden moralisch bereits entschieden. Die Gorknitzer Kabinenpredigt fiel ebenso hart wie lautstark aus. Die Präsentation als Heimmannschaft war mehr als in die Hose gegangen, die Truppe musste nun Charakter zeigen.


Teil 2 des Massakers ist schnell erzählt. Der LSV versuchte alles, um das Gesicht zu wahren. Die Zweikämpfe wurden besser angenommen, man konnte sogar Kampfgeist entdecken. Spielerisch blieben die Gastgeber trotzdem einiges schuldig. Die Pirnaer machten es clever. Hinten ließen sie nichts anbrennen (was an diesem Tag wohl auch nicht so schwer fiel) und vorn setzten sie noch 2 astreine Konter, bei denen sie gnadenlos die Gorknitzer Defensivschwächen aufzeigten. Zum Ende hieß es dann 1:6. Das Ergebnis war auch in dieser Höhe völlig verdient. Besonders zu loben ist hier die Pirnaer Tschechen-Fraktion, die den LSV vor unlösbare Aufgaben stellte. Die Gorknitzer Truppe zeigte ihr hässlichstes Gesicht und beendet die Hinrunde auf dem 6. Tabellenplatz.


Schlussendlich noch ein kleines Fazit der Hinrunde. Der LSV spielte 12 gute Spiele, holte viele Punkte auf fremden Platz. Alle Niederlagen waren knapp und vermeidbar. Alles in allem also eine gute erste Saisonhälfte - den 13. Spieltag ausgenommen. Aber auf Gorknitzer Seite hat man sich fest vorgenommen, die Schmach spätestens in Pirna wieder vergessen zu machen. Wir bedanken uns bei unseren zahlreichen Fans für die tolle Unterstützung. Besonderen Dank an all unsere Auswärtsfahrer, die uns stets begleiten und quasi zur Mannschaft gehören. Wir freuen uns auf die Rückrunde und möchten weiterhin vorn angreifen. Ende Februar geht es dann weiter. Am 28.02. ist wieder Derbytime in Dohna, Anstoß ist 11:15 Uhr.


Der LSV spielte mit:

D. Nagel - S. Nitzsche (F. Wirthgen), T. Henke, E. Wolf - T. Süß, T. Hausdorf, R. Rädisch, C. Larenz, G. Henke - L. Richter (C. Hohlfeld), P. Mönch

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Sa

29

Nov

2014

12. Spieltag Kreisliga Ost: SV Blau-Gelb Stolpen - LSV Gorknitz 1. 0:0

Bericht: C. Lawrenz


LSV erkämpft sich einen Punkt


Am heutigen Spieltag versuchte der LSV, dem ungeschlagenen Spitzenreiter Stolpen die erste Saisonniederlage zu verpassen. Nach den letzten beiden Spielen - als man erhebliche Personalsorgen hatte - verbesserte sich die Situation nur geringfügig. Wieder einmal musste man etliche Absagen verbuchen, u.a. wichtige Säulen wie Mönch, T. Henke und die beiden Wirthgen-Brüder. Trotzdem konnte man eine schlagkräftige erste Elf aufstellen, die mit Dirck und Routinier Janeczek komplettiert wurde. Der 47-jährige hatte schon in den vorherigen Spielen erfolgreich ausgeholfen und machte in seinem 27. Frühling einen jugendlichen, frischen Eindruck. Die Gorknitzer waren heiß auf das Duell. Nur leider trübte sich die Laune, als man in Stolpen erfuhr, dass man auf dem Ausweichplatz in Langwolmsdorf ran musste, welcher schon aus Erfahrung eher einer Weide glich. Trotzdem wollte man dem Spitzenspiel den eigenen Stempel aufdrücken und 3 Punkte einkassieren, um die Liga wieder spannend zu machen. Außerdem musste der LSV beweisen, dass die überflüssige Bezeichnung "Mitfavorit auf den Aufstieg", den die Sächsiche Zeitung der Almtruppe verpasst hatte, auch gerecht werden kann.


Die erste Halbzeit war Fußball zum Abgewöhnen. Auf dem holprigen Geläuf, bei ungemütlichem, kaltem Wind, taten sich beide Mannschaften schwer in die Gänge zu kommen. Die Spielanlage war wie schon in den Vorjahren gleich, Stolpen mit langen Diagonalbällen über das Gorknitzer Mittelfeld und der LSV bedacht auf schnelles Kombinieren durch das Mittelfeld. Beide Truppen blieben offensiv mit ihren Mitteln mehr als ungefährlich. So mussten individuelle Fehler her, um überhaupt für Torgefahr zu sorgen. Doch auf beiden Seiten mangelte es an Qualität für einen erfolgreichen Abschluss. So blieb es beim 0:0 zur Pause.


Der LSV zeigte gelegentlich, was der Schlüssel zum Sieg sein könnte. Mit schnellen Kombinationen und einem abschließenden flachen Diagonalpass auf die schnellen Außenspieler verschaffte man sich viel Raum und Möglichkeiten zum Torabschluss! Trotzdem blieb man im Soll die Null zu halten. So sollte es auch am Ende stehen! So lautete die Marschroute um das Minimalziel zu erreichen.


In der zweiten Hälfte sollten die Zuschauer dann wenigstens Torchancen bestaunen. Die ersten 20 Minuten gehörten den Gorknitzern. Spielerisch unterschieden sich die Truppen nicht, beide schlecht! Doch der LSV hatte die besseren Chancen. Erst scheiterte Lawrenz per Kopf nach einem Freistoß und dann Hausdorf sowie G. Henke an den eigenen Nerven vor dem Stolpener Schlussmann. Defensiv hatte man alles im Griff. Ab der 70.Minute übernahm dann der Spitzenreiter das Kommando und drängte die Gäste bis zum Schluss in die eigene Hälfte. Doch am heutigen Tag war kein Durchkommen durch die gute Defensivreihe um Abwehrchef Nitzsche und die beiden Manndecker Otremba/Wolf. Falls doch jemand gefährlich vor das Gorknitzer Tor kam, war dann der erneut starke Keeper Nagel in gewohnt souveräner Manier zur Stelle. Nach vorne brachte der LSV nix mehr zu Stande und rettete einen verdienten Punkt über die Zeit.


Mit dem Punkt können beide Mannschaften sehr gut leben, doch die Bezeichnung Spitzenspiel traf heute beim besten Willen nicht zu! Von beiden Mannschaften kam dafür offensiv deutlich zu wenig. Im letzten Spiel empfängt der LSV dann FC Pirna 2. Anstoß ist 13:30 Uhr auf der heimischen Alm.


Der LSV spielte mit:

Nagel - Nitzsche - Wolf - Otremba - Hausdorf - G. Henke - Rädisch - Süß - Lawrenz - Richter (Dirck) - Hohlfeld

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Sa

22

Nov

2014

11. Spieltag Kreisliga Ost: LSV Gorknitz 1. - SG Ullersdorf 3:0

Bericht: C. Lawrenz


LSV mit wichtigem Sieg


Nach der bitteren Auswärtsniederlage in Schönfeld hoffte das Trainergespann, dass sich die Personalsituation verbesserte. Doch leider erlosch diese relativ schnell, nachdem die Liste von Absagen schon im Vorfeld rasch anwuchs. So musste Altstar Janeczek, wie schon in Schönfeld, seine Gelenke geschmeidig halten und eine weitere Packung Rheumasalbe aus dem Schrank holen. Zum Glück meldete sich Laufwunder Otremba nach langer Leidenszeit, zur Freude aller, wieder fit. So standen 13 Spieler zur Verfügung! Da in den letzten beiden Partien mit Stolpen und FC Pirna 2 zwei dicke Brocken warten und man natürlich in dem oberen Tabellendrittel überwintern will, mussten gegen Ullersdorf 3 Punkte her!

Die Partie konnte nicht besser starten, traumhaftes Wetter zahlreiche Zuschauer und ein frühes Tor in der 2.Minute. Balleroberung an der Mittellinie, schnelles Umschaltspiel, starke Kombination über mehrere Stationen, ein kluger Querpass von Dirck auf Mönch, welcher sicher die Pille im Gehäuse unterbrachte! Der LSV kontrollierte bis zur 25. Minute das Geschehen und kombinierte sich nach Belieben durch das Mittelfeld, nur vergaß man den Abschluss. Nachdem die Gäste lange brauchten, um den Anfangsschock zu verarbeiten, fanden sie Mitte der ersten Hälfte besser ins Spiel und versuchten den Ausgleich zu erzwingen. Der LSV wirkte plötzlich ziemlich planlos und viel zu nervös. Warum es diesen Bruch gab, lässt sich nur schwer erklären. Sicher wäre das Fehlen einiger Stammkräfte eine dankbare Ausrede, ist aber so nicht zu akzeptieren. Da aber auch Ullersdorf eher ideenlos auf den Ausgleich drängte, blieb es bis zur Halbzeit beim 1:0. Die Gorknitzer hatten jetzt 15 Minuten Zeit die Fehler aufzuarbeiten und die Zuschauer konnten ihren "Frust" wegen fußballerischer Magerkost in Ruhe herunter spülen.


Halbzeit zwei war fast eine Kopie der Ersten. Der LSV war wieder um Spielkontrolle bemüht und wurde auch belohnt. Erneut dauerte es nur 2 Minuten bis es klingelte! Freistoss von Mönch, welcher den Ball geschickt über die Abwehr chipte, auf den durchlaufenden Träger. Dieser hielt seinen großen Zeh hin und fälschte damit den Ball entscheidend ab zum verdienten 2:0. Danach betrieb der LSV geschickte Ergebnisverwaltung und versuchte den entscheidenden Nackenschlag mit einem Konter zu setzen. Defensiv hatte man alles im Griff, obwohl in manchen Szenen etwas die Ruhe fehlte. In der 73.Minute avancierte dann das Sturmgespann Mönch/Träger zum Matchwinner. Nach einem verlängerten Einwurf fiel der Ball Mönch vor die Füße, welcher aus 7m nicht lange fackelte, doch sein Schuss wurde von seinem Gegenspieler abgewehrt, blieb aber weiter in einer bedrohlichen Zone kurz vor dem Tor. Mönch stichelte weiter energisch und sein Gegenspieler verlor die Orientierung. Träger lauerte an der richtigen Stelle auf seine Chance und drückte dann den Ball mit der Picke über die Linie. Mit dem 3:0 war der Widerstand der Gäste gebrochen und die Gorknitzer hatten jetzt Spaß am Spiel. Man ließ Ball und Gegner laufen und hatte genug Möglichkeiten das Ergebnis noch in die Höhe zu schrauben. Doch wie schon in der ersten Hälfte vergaß man, dass zum Tore erzielen auch das Schießen gehört! So blieb es beim verdienten 3:0 für die Hausherren!


Mit einem 20-Punkte-Polster kann man die beiden letzten schweren Spiele mit breiter Brust angehen und die Tatsache, dass einige Leistungsträger nächste Woche beim Tabellenführer wieder dabei sind, lässt hoffen, dass noch einiges möglich ist. Nur sollte man auch bedenken, dass dazu auch eine gewisse Trainingsbeteiligung notwendig ist, welche in den letzten Wochen mehr als nach gelassen hat. Nächsten Samstag 13.30 Uhr Anstoß in Stolpen!


Nagel - Janeczek - T.Henke - Nitzsche - Süß (Otremba) - Lawrenz - F.Wirthgen - Dirck - Richter - Träger - Mönch

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Sa

08

Nov

2014

10. Spieltag Kreisliga Ost: SG Schönfeld - LSV Gorknitz 3:2

Bericht: P. Mönch

 

Der LSV holt erstmals keine Auswärtspunkte!

 

Nach reichlich Absagen (die letzte um 12:18 Uhr am Samstag) kratzte der LSV gerade noch 11 Mann für das schwere Auswärtsspiel in Schönfeld zusammen. Dabei standen mit F. Träger und L. Dierck 2 Spieler im Gorknitzer Angriff, die bisher nur sporadisch und vorwiegend nach Einwechslung zum Einsatz kamen. Mit J. Janeczek rekrutierte man sogar einen Spieler der Alten Herren. Vielen Dank an dieser Stelle noch für die Bereitschaft, zumal er so seine eigene Geburtstagsfeier erst später aufsuchen konnte. Glücklicherweise spielte vor dem Kreisliga-Spitzenspiel (4. gegen 3.) die zweite Vertretung des LSV, sodass sich mit D. Michael und S. Fritzsche noch 2 Spieler auf der Gorknitzer Ersatzbank einfanden. Auch hier kann man nur sagen: vielen Dank Jungs, ohne Euch wäre das bitter geworden. Angesichts der äußerst kritischen Personalsituation hieß die Devise "hinten sicher stehen und vorne hilft der liebe Gott".

 

Der LSV spielte im gewohnten 3-5-2 System, allerdings gab Kapitän C. Lawrenz den einzigen Sechser. Mit L. Richter und P. Mönch ergänzten 2 nominelle Stürmer die Zentrale. Der Rasen in Schönfeld befand sich angesichts der Jahreszeit in einem guten Zustand. Beide Mannschaften tasteten sich zu Beginn kurz ab und Gorknitz startete den ersten Angriff über links. T. Hausdorf setzte sich stark über den linken Flügel durch und spielte flach von der Grundlinie in den Fünfer. Dort war sich der Keeper der Hausherren seiner Sache zu sicher und wartete auf den Ball. Doch da hatte er die Rechnung ohne den Gorknitzer Ersatzkeeper F. Träger gemacht. Dieser schlängelte seine rechte Pike vor dem Schlussmann an den Ball und fälschte entscheidend zum 0:1 ab. Die Gorknitzer wussten nicht, wie ihnen geschah. Man wollte lange die Null halten und plötzlich die frühe Führung. Die SG reagierte mit wütenden Angriff, versiebte die Chancen jedoch mehr als unglücklich. Vom LSV war nach vorn nichts mehr zu sehen, aber das war auch nicht notwendig. Doch die Gäste konnten den Widerstand nur eine gute viertel Stunde nach dem Führungstor aufrecht erhalten. In der 24. Minute spielte sich Schönfeld über die rechte Seite frei. Das war einerseits aufgrund des vorn stehen gebliebenen T. Hausdorf nicht schwer, aber dennoch stark gemacht. Die schnellen Stürmer spielten sich zur Grundlinie durch und es folgte ein Flachpass ins Zentrum. Der Abnehmer war wieder ein Schönfelder, traf den Ball aber nicht richtig. Das Leder nahm Fahrt Richtung Gorknitzer Tor auf und hatte einen schwindelerregenden Drall drauf. Zumindest muss dem Gorknitzer Schlussmann schwindelig gewesen sein, denn er war an der richtigen Stelle. Nun die Achterbahnfahrt: er hatte den Ball, er verlor den Ball aus den Händen, er griff wieder nach dem Ball, holte ihn sich auch und ließ ihn wieder los. Tor. Ausgleich. Alles auf Null. Doch der LSV blieb cool. Anstoß, langer Pass auf links außen. T. Hausdorf nahm die Pille mit und wollte in den Strafraum ziehen. Dort wurde er fair vom Schönfelder Innenverteidiger gestellt und es folgte ein Eckball von P. Mönch. Dieser versaute den Standard einmal mehr und brachte einen halbhohen Aufsetzer Richtung Fünfer. Der Schönfelder R. Hoeltzel versuchte zu klären, das Spielgerät rutschte ihm jedoch über den Schlappen und schlug unhaltbar unter der Latte in die Maschen. Wieder die Führung für den LSV. Wieder aus dem Nichts. Jetzt wurden die Schönfelder noch aggressiver und holten die Brechstange raus. Der LSV konnte gut gegenhalten und so hatte D. Nagel nicht viel zu tun - bis etwa 5 Minuten vor der Halbzeit. Dies sollte der spielentscheidende Zeitraum in diesem Match werden. Die Schönfelder hielten das Tempo hoch und Gorknitz konnte irgendwann nicht mehr folgen. So auch in der 42. Minute. Wieder über rechts, wieder ein Durchmarsch bis zur Grundlinie. Anschließend die Flanke ins Zentrum und der Kopfball zum Ausgleich. Da spielte es auch lediglich eine statistische Rolle, dass der LSV mit einer 6-zu-2-Überzahl im Strafraum aufwartete. Nun hofften die Gorknitzer auf den Halbzeitpfiff, doch Schönfeld war unerbittlich. Kurz nach dem Anstoß der Ballverlust und wieder ein Angriff über die rechte Schönfelder Angriffsseite. Die Hausherren spielten sich im Billardmodus in den Strafraum, wo Kapitän J. Kittel das Leder mit der Pike in die Maschen jagte. Der LSV hatte unerwartet eine Antwort parat. Anstoß, langer Ball nach links außen, Flachpass von T. Hausdorf ins Zentrum und Einschussmöglichkeit für F. Träger - doch er scheiterte am Block des Torhüters und so ging es mit einem 3:2 in die Halbzeit. Gorknitz warf eine exzellente Ausgangslage weg. Aber die Pause war dringend erforderlich nach 45 intensiven Minuten. Der geneigte Zuschauer kam angesichts der Toreflut definitiv auf seine Kosten.

 

Die Marschroute für Halbzeit 2 hieß, bis zum Ende diszipliniert zu spielen und auf den lucky Punch zu lauern. Da die Gastgeber das gewünschte Ergebnis erzielt hatten, spielten sie ebenfalls nicht mehr so radikal nach vorn. Man merkte beiden Teams schon nach 60 Minuten den Kräfteverschleiß an. Der LSV hatte dann großes Glück, denn Schönfeld agierte mit langen Bällen und Libero J. Janeczek musste ins Laufduell mit dem schnellen Stürmer. Der harte Einsatz im Strafraum endete für den Angreifer unsanft auf dem Rasen, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Im Gegenzug die große Chance auf den Ausgleich: Freistoß von halbrechts, ausgeführt von P. Mönch. Der Torwart konnte den Ball nur nach vorn klatschen lassen und vor ihm tauchten 3 Spieler auf - alle im gelben Trikot. Doch T. Süß schaffte es nicht, das Tor aus 3 m Entfernung zu treffen. Für den zweiten großen Aufreger sorgte dann der Schönfelder H. Lenk, der es innerhalb von 2 Minuten zweimal geschafft hat, T. Süß knüppelhart und absolut gelbwürdig von den Beinen zu holen. Die Überzahl bezahlte der LSV teuer, denn der gefoulte Rechtsaußen musste mit einer Schulterverletzung das Spielfeld verlassen. Leider merkte man - wie schon gegen Wesenitztal - dass die Gorknitzer mit der zahlenmäßigen Überlegenheit nichts anfangen können. Die Hausherren stellten sich nun in den Strafraum und versteiften sich aufs Verteidigen, der LSV konnte sich keine einzige Chance herausspielen. So blieb es beim glücklichen, aber nicht unverdienten Heimsieg für die SG Schönfeld. Die Gorknitzer waren nach dem Spiel zwar enttäuscht, aber doch recht positiv überrascht von der eigenen Stärke. Ein Unentschieden war mehr als möglich. Dabei hätte der LSV mit den (10) Spielern, die gefehlt haben, sicher eine stärkere Mannschaft auf den Platz stellen können, als die anwesende. Großer Respekt für den Zusammenhalt dieses zusammengewürfelten Gorknitzer Haufens. So kann der LSV frohen Mutes dem nächsten Duell mit der SG Ullersdorf am 22.11.2014 entgegenblicken - denn selbst mit einer Rumpftruppe sind die Gorknitzer in der Lage, mit den Topteams der Liga mitzuhalten. Nun steht der Kiezklub von der Alm auf dem sechsten Tabellenplatz, in diese Region gehört man auch hin - das gilt es nun zu beweisen! Anstoß ist um 14 Uhr auf dem heiligen Gorknitzer Grund. Für das leibliche Wohl ist wie immer gesorgt. Aber zunächst steht die Herausforderung beim traditionellen Doppelkopfturnier im Gorknitzer Sportheim an. Beginn ist am 18.11.2014 um 18 Uhr. Gut Blatt!

 

Der LSV spielte mit:

D. Nagel - R. Rädisch, J. jaeczek, S. Nitzsche - T. Hausdorf, C. Lawrenz, T. Süß (S. Fritzsche), L. Richter (D. Michael), P. Mönch - L. Dierck, F. Träger

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So

02

Nov

2014

9. Spieltag Kreisliga Ost: LSV Gorknitz 1. - SV Wesenitztal 2. 1:2

Bericht: P. Mönch

 

Gorknitz wieder auf dem Boden der Tatsachen!

 

Am 9. Spieltag kam es laut Tabellenkonstellation zum Spitzenspiel auf der Alm. Der LSV empfing die Reserve aus Wesenitztal. Der Herbst zeigte sich noch einmal von seiner schönsten Seite und bescherte viel Sonne und angenehme Temperaturen. Auf Gorknitzer Seite fehlten einige Spieler, doch es fanden sich dennoch 14 Mann ein, sodass die Trainerriege um C. Lawrenz, A. Förster und W. Mönch aus dem Vollen schöüfen konnte.

 

Beim LSV rechnete man sich also ein gutes Ergebnis aus und ging dementsprechend mutig ins Spiel. Die erste viertel Stunde ging ganz klar an die Hausherren. Beim Abschluss fehlte die Genauigkeit, Stürmer P. Mönch und Topscorer A. Wirthgen konnten aus ihren Schussgelegenheiten kein Kapital schlagen. So mussten die Standards herhalten. Eckball von links. P. Mönch flankt auf den 2. Pfosten, wo Verteidiger T. Henke lauert. Das Kopfballungeheuer setzt zum Sprung an und netzt gnadenlos ein.Verdiente Führung für Gorknitz, die sich in der Folge immer weiter zurück drängen ließen. So kam der Gast von der Wesenitz ins Spiel. Die als spielstarke Mannschaft bekannte Truppe zeigte ein gutes Kombinationsspiel. Etwa 10 Minuten nach der Führung dann die große Chance für Wesenitztal. Spielverlagerung auf die linke Seite im Mittelfeld. Spielertrainer S. Hähnel wurde frei gespielt und er schickte seinen Rechtsaußen per Steilpass in die Tiefe. Gegenspieler T. Süß war spät dran, konnte seinen Kontrahenten aber am Torschuss hindern. Der Schiedsrichter wertete dies als Foul und entschied nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf Elfmeter. Der Gorknitzer Jung hatte in diesem Moment großes Glück, nicht die Ampelkarte sehen zu müssen. Kapitän S. Hähnel nahm sich das Leder und versuchte, die Gorknitzer Nummer 1 zu verladen. Doch D. Nagel zeigte einmal mehr seine ganze Klasse und hielt die Pille sicher. Das Momentum lag wieder auf Seiten des Gastegebers. Doch jetzt schlich sich beim LSV der Schlendrian ein. Die Chancen wurden nicht mehr zu Ende gespielt und hinten schlug man die Bälle viel zu hektisch nach vorn. Die Gäste schüttelten sich kurz und versuchten weiter ihr Glück im Offensivspiel. 10 Minuten vor der Pause wurden sie schließlich dank einer starken Kombination mit dem Ausgleich belohnt. Das Runde glitt durchs Mittelfeld und per direktem Kurzpassspiel in den Strafraum. Der Stürmer ließ sich die Gelgenheit nicht nehmen und versenkte den Ball flach in der langen Ecke. Das Spiel war wieder offen und die Wesenitztaler bestimmten das Spiel. Bis zur Halbzeit passierte jedoch auf beiden Seiten nichts mehr und so blieb es vorerst beim 1:1. Die Zuschauer sahen ein intensives Spiel, wobei der LSV mit dem Spielstand zufrieden sein konnte.

 

Für den 2. Durchgang nahmen sich die Gorknitzer einiges vor. Das spielerische Potenzial lag in Halbzeit eins viel zu sehr brach. Dies sollte sich ändern. Gleich nach Wiederanpfiff spiegelten sich die Ambitionen gleich wider. T. Süß tankte sich über den rechten Flügel durch und drang zur Grundlinie vor. Dort ließ er gleich 2 Spieler stehen und passte mustergültig in den Rückraum, wo P. Mönch wartete. Dieser versebelte jedoch erneut die Großchance und schoss das Leder nur ins Fangnetz. Kurz darauf kam der Chancentod selbst über rechts und bereitete eine Einschussmöglichkeit vor. Ähnliches Muster wie bei T. Süß, Flachpass in den Rückraum, doch Sturmkollege L. Richter brachte den Körper nicht hinter den Ball und so verebbte der Angriff. kurz darauf wurde es hektisch. Im Mittelfeld verhakten sich bei einem weikampf die Schuhe von A. Wirthgen und S. Hähnel. Beide gingen zu Boden, der Schieri entschied zugunsten des Gastes auf Freistoß. Der Wesenitztaler trat anschließend beim Versuch aufzustehen auf den Fuß seines Gegenspielers. Da die Klebe von A. Wirthgen vorher schon verletzt war, reagierte dieser sehr sensibel auf die neuerlichen Schmerzen. Allerdings nur auf verbalem Wege. Als die Szenerie sich zu beruhigen drohte, wischte der Wesenitztaler R. Vater im Vorbeigehen durch das Gesicht von A. Wirthgen. Jetzt kam richtig Stimmung auf, beide Teams gingen aufeinander los. Der Schiedsrichter hatte die Aktion nicht gesehen und trennte die Streithähne. Glücklicherweise behielt sein Assistent den Überblick und konnte seinen Chef auf dem Spielfeld beratend zur Seite stehen. Letztendlich fing sich ein Spieler eine rote Karte ein, der mit der ganzen Situation eigentlich nichts zu tun hatte - einfach nur eine dumme Aktion. Doch wer jetzt glaubte, der LSV würde den Sieg jetzt locker nach Hause fahren, sah sich nur 5 Minuten später eines Besseren belehrt. Weiter Einwurf von der rechten Seite, am Fünfer ein Wesenitztaler und 2 Gegenspieler. Spargelstecher F. Wirthgen versuchte zu klären, doch sein Libero meinte eine bessere Position zu haben. Also ließ F. Wirthgen den Ball durch, doch der Wesenitztaler S. Heinrich spritzte in den Ball und verlängerte hauchdünn. Das Ende vom Lied war die Führung für die Gäste. Es war die Ironie des Spiels: Gorknitz war in Überzahl und wurde durch die eigenen Mittel bezwungen. Anschließend zogen sich die dezimierten Gäste tief in die eigene Hälfte zurück und verlegten sich aufs Verteidigen. Der LSV versuchte alles, um die Niederlage abzuwenden, doch an diesem Tage sollte das Tor wie verbunkert sein. Bis zum Schlusspfiff kam der LSV nicht mehr entscheidend vor das Gehäuse der Gäste, ganz im Gegenteil: überhektisches Fehlpassspiel und eklatantes Abstimmungsverhalten offenbarten die Gorknitzer Schwächen die restlichen 30 Minuten. So blieb es bei dem glücklichen, aber nicht unverdenten Auswärtserfolg für den SVW.

 

Der LSV ist nun wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Von den letzten 4 Spielen der Hinrunde kommen 3 aus dem unmittelbaren Tabellenumfeld der Gorknitzer. Wenn sich die Trainingsintensität bis dahin nicht ändert und man sich auf den Erfolgen der letzten Wochen ausruht, dann finden sich die Jungs von der Alm ganz schnell im Tabellenmittelfeld wieder. Die bisher gut verlaufene Saison sollte man also nicht einfach so wegwerfen und wieder mehr an sich arbeiten. Kommenden Samstag reist der LSV zum schweren Auswärtsspiel zur SG Schönfeld, die mit einem starken 4:4 beim ungeschlagenen Tabellenführer aus Stolpen eine mehr als deutliche Duftmarke gesetzt hat. Anstoß ist um 14 Uhr. Vorher bestreitet unsere Zweite ihr 10. Saisonspiel auf der Schönfelder Anhöhe.


Der LSV spielte mit:

D. Nagel - G. Henke, S. Nitzsche, T. Henke - R. Rädisch, F. Wirthgen, C. Lawrenz, T. Süß, A. Wirthgen (F. Buchheim) - L. Richter (L. Dierck), P. Mönch (F. Träger)

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Sa

25

Okt

2014

8. Spieltag Kreisliga Ost: BSV 68 Sebnitz 2. - LSV Gorknitz 1. 1:3

Bericht: C. Lawrenz


Der LSV rockt weiter die Liga


Mit breiter Brust und drei Siegen in Serie fuhr man optimistisch nach Sebnitz. Die Personalsituation war wieder einmal hervorragend und mit 3 Mann auf der Bank war man in der Lage jederzeit von außen Impulse zu setzen. Die Almbubis waren bis in die Haarspitzen motiviert, denn am Ende des Tages konnte der LSV an der Tabellenspitze thronen, weil die Teams in unmittelbarer Nachbarschaft der Tabelle sich gegenseitig die Punkte weg nehmen würden.


Von Beginn an waren die Kräfteverhältnisse klar. Gorknitz läuferisch deutlich überlegen und Sebnitz hinten auf Beton anrühren sowie lange Bälle auf die jungen schnellen Stürmer beschränkt. Die ersten 15 Minute spielte der LSV schnell und geschickt mit einem sicheren Passspiel durch die Viererkette des Gastgebers. Nur die bekannte Abschlußschwäche vermiesten den Beginn. Danach verlor der Gast den roten Faden und fing völlig sinnlos an mit halbhohen Pässen zu agieren. Hinzu kam noch, dass die Pass- und Handlungsgeschwindigkeit in den Aktionen aus unergründlichen Gründen abnahm. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand überhaupt kein Anlass, weil Sebnitz erst einmal durchatmen musste. Tja und wie es ein Sprichwort schon sagt: "wenn du vorne die Dinger ni machst, klingelt es hinten!" Bei herbstlichen Temperaturen war der Ü30 Abwehr wohl entgangen, dass man im fortschreitenden Alter länger braucht, um warm zu werden, denn bis zum 1:0 für Sebnitz wurde die Abwehr kaum gefordert. Nur so lässt sich die Schlafeinlage von Abwehrchef Nitzsche und Manndecker Wolf erklären, denn bei dem harmlosen Diagonalball verschätzten sich beide äußerst bitter. Der lachende Dritte war der junge Sebnitzer Stürmer, der sicher zur Führung in der 25.Minute einnetzte. Das Spiel war nun auf den Kopf gestellt, tat der Lahmarschigkeit der Gorknitzer aber gut. Endlich nahmen die Beine der Gäste wieder Fahrt auf und kombinierten sich wieder durch die Reihen der Sebnitzer, so auch in der 34.Minute. Ein mustergültiger Angriff über mehrere Stationen, wo die halbe Mannschaft beteiligt war, fand mit F.Wirthgen einen glücklichen Abnehmer zum 1:1 Ausgleich. Der LSV drängte jetzt auf die Führung, hatte aber in der finalen Ausführung so seine Probleme. So blieb es bis zur Pause 1:1.


Abgesehen von 10 Minuten konnte man  mit dem Gorknitzer Spiel eigentlich zufrieden sein. Leider spiegelte es sich nicht im Ergebnis wieder. Hinzu kam noch, dass man Hohlfeld bei einem nicht gegebenen Foul im Strafraum und den an der Wade verletzten Wolf schon zur Pause ersetzen musste. Trotzdem wollte man den Stil und den Zug zum Tor nicht verlieren. Ausschlaggebend sollte die Marschroute sein, dass man den Gegner weiterhin viel in Bewegung hält um den physischen Vorteil zum Ende der Begegnung voll ausnutzen zu können.


Leider lässt sich das immer leicht sagen, doch die Umsetzung fiel bescheiden aus. Gorknitz war zwar viel unterwegs, nur leider ließ die Genauigkeit besonders im finalen Pass zu wünschen übrig. So konnte sich Sebnitz mit starkem Einsatzwillen immer wieder befreien und gestaltete das Spiel nun offener. Großchancen blieben aber eher selten zu bewundern. Die entscheidenden Szenen dann ab der 80. Minute. Erst verschätzte sich der Sebnitzer Manndecker nach einem Abstoß böse und Mönch spekulierte goldrichtig, doch leider vergab er die Eins-Gegen-Eins Situation kläglich, indem er sich im falschen Moment den Ball zu weit vorlegte. Im Anschluss ein schneller Konter nach schwachem Ballverlust im Gorknitzer Offensivspiel ermöglichte dem Gastgeber die Riesenchance zur Führung, doch der Schuss aus 18 Metern klatschte nur an das Lattenkreuz. Dann die Aktion, die das Spiel entschied. Ein Angriff von 3 Gorknitzern gegen 5 Sebnitzer wurde im Strafraum "rüde" unterbunden. Süß nahm das lange Bein des Abwehrmannes dankend an und A.Wirthgen führte gewohnt sicher aus. 2:1 in der 83.Minute! Den kosmetischen i-Punkt setzte dann der eingewechselte Dirck. Bei einem Notschlag von A.Wirhgen erkämpfte sich Dirck den Ball und spielte auf den mit durchgelaufenen Hausdorf, welcher zum sicheren 3:1 einschob.


Ein deutlicher und hoch verdienter Auswärtssieg wurde schwer erkämpft und hätte bei ein wenig Pech auch anders enden können. Dessen sollte sich der LSV bewusst sein! Mit dem 4.Sieg in Folge schob man sich auf den zweiten Tabellenplatz und ist bestens gewappnet für das Spitzenspiel nächste Woche gegen die starken Wesenitztaler! Also volle Konzentration und Einsatzwillen bei den nächsten Trainingseinheiten.


Nagel - Nitzsche - T.Henke - Wolf (Richter) - Lawrenz - Räddisch - Hausdorf - Süß - A.Wirthgen - Hohlfeld (F.Wirthgen, L. Dierck) - Mönch

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Sa

18

Okt

2014

7. Spieltag Kreisliga Ost: LSV Gorknitz 1. - SV Birkwitz-Pratzschwitz 2:1

Bericht: P. Mönch


LSV Gorknitz unter den Top 3!


Die Gorknitzer empfingen den Vorjahres-Vizemeister aus Birkwitz. Beim LSV kehrten D. Nagel und P. Mönch zurück ins Team. Dagegen musste Topscorer A. Wirthgen verletzungsbedingt passen. Dennoch rechnete man sich gegen die "erfahrene" Truppe vom Kiessee ein gutes Ergebnis aus, der Trend der letzten Wochen versetzte den LSV in die Favoritenrolle. Auf der Alm war zudem herrliches Wetter, was eine große Schar an den Spielfeldrand lockte.


Das Trainergespann verwies auf die körperbetonte Spielweise der Gäste und rief zur vollen Konzentration auf. Man wollte das Spiel in den letzten 20 Minuten für sich entscheiden. Die ersten Minuten offenbarten genau das Bild vom Gegner, was man auf Gorknitzer Seite erwartete: lange Bälle in die Spitze und das Gorknitzer Flachpassspiel unter allen Umständen so schnell wie möglich unterbinden. Allein T. Süß wurde zu Spielbeginn mindestens genau so oft von den Beinen geholt, wie er Ballkontakte hatte. Dabei ließen sich die Birkwitzer auch zu hinterhältigen Aktionen von hinten hinreißen. Zudem lamentierten die Gästespieler bei jedem eigenen Foul und beschwörten, dass sie den Ball gespielt hätten. Für den LSV resultierte daraus eine Reihe an Standardsituationen, welche allerdings von C. Lawrenz und vor allem P. Mönch kläglich vergeben wurden. Hier machte sich am meisten das Fehlen der Klinge von A. Wirthgen bemerkbar - Glück für Birkwitz. Auf der Gegenseite hatte der LSV gleich zweimal das Schiedsrichterglück auf seiner Seite, als dieser nach vermeintlichem Handspiel von G. Henke nicht auf den Punkt entschied. Die Gorknitzer hätten sich hier nicht beschweren dürfen. Im Birkwitzer Strafraum spielte der Verteidiger auch Handball, wieder ließ der Schiri die Pfeife stumm. Die strittigen Szenen führten beidseitig zu verbalen Tumulten, änderten aber nichts am Spielstand und -verlauf. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, der LSV war somit noch völlig im Soll. Dementsprechend auch die Ansage der Coaches: weitermachen, gegenhalten und Chancen nutzen.


Der zweite Durchgang begann furios. Nach etwa 5 gespielten Minuten fiel dem Gorknitzer Keeper ein, dass er seine Kaugummis in der Kabine gelassen hatte. Also lief er Richtung Auswechselkabine, um seinen Mitspieler zu bitten, ihm die Beruhigungsmittel zu holen. Dabei verließ er sich anscheinend zu sehr auf Stürmer P. Mönch, der gerade einen Freistoß ausführen wollte. Leider war der Flankenversuch noch schlechter als die bisherigen Ausführungen, sodass der Ball direkt beim Gegner landete. Die Gäste schalteten ungewohnt schnell um und spielten den durchgelaufenen T. Hähnel mustergültig frei. Dieser sah das leere Tor und den nach Kaugummi suchenden Keeper weit davor herumirren. Die Chance zum Lupfer nutzte er souverän zum 0:1. Die Gorknitzer schüttelten sich kurz und motivierten sich gegenseitig. Der Anstoß wurde direkt zum Gegenangriff genutzt, welchen die Birkwitzer aber zum Eckball klärten. P. Mönch führte diesmal stark aus und traf genau die Platte von F. Wirthgen, welcher 3 Meter zentral komplett frei vor dem Gehäuse einnicken konnte. Er war allerdings kurz vor Spielbeginn beim Frisör und diese Haare fehlten nun - er ließ die Pille nur über die Stirn gleiten und die Chance war dahin. Alle ärgerten sich lautstark über die vergebene Gelegenheit, doch am langen Pfosten tauchte plötzlich C. Hohlfeld auf. Er hielt alles rein, was er aufbringen konnte und die Uhren waren wieder auf Null gestellt. Besser hätte der LSV nicht antworten können. Den Schwung nahmen die Gorknitzer nun mit und spielten voll auf Sieg. Von Birkwitz kam nun nichts mehr, außer das gewohnte Holzen und Meckern. 10 Minuten Tempo reichten dann für die Führung - wenn auch unter glücklichen Umständen. P. Mönch brachte einen schnell ausgeführten Einwurf am gegnerischen Strafraum direkt auf Kapitän C. Lawrenz. Dieser wollte das Runde annehmen, aber der Gegenspieler versuchte ihn daran zu hindern. Ein Knall, ein Schrei, ein Pfiff, ein Tumult. Elfmeter für Gorknitz und lautstarker unqualifizierter Verbalabfall aus den Kehlen der Birkwitzer. Aber: Tatsachenentscheidung vom Schiedsrichter, über die sich auch keiner beschweren sollte. Wenn zwischen Ball und eigenem Fuß ein gegnerischer Spieler steht, der den Ball auch noch annimmt, dann darf man sich nicht über einen Foulpfiff beschweren, wenn der Zweikampf über den ganzen Platz zu hören ist. P. Mönch war der Troubel egal, er verwandelte zur 2:1 Führung. Anschließend wollte das Gästeteam offensiver agieren und ließ den Gorknitzern mehr Freiheiten zum Konterspiel. Allerdings verpasste es der LSV, den Deckel auf das Spiel zu setzen und zitterte sich zum Schlusspfiiff.


Alles in allem ein glücklicher, aber verdienter Sieg für Gorknitz. An die Gästemannschaft ist hier nur eine Botschaft zu richten: wenn Eure Familien hören würden, wie unqualifiziert und lächerlich unreif Ihr Euch gegen die Gorknitzer Spieler und den Schiedsrichter artikuliert habt, dann würden diese sich für Euch schämen. Die nicht jugendfreie Ausdrucksweise der Mehrzahl Eurer Spieler ist einfach nur peinlich. Eine unreife Mannschaft lässt sich davon vielleicht beeindrucken, aber die Almbubis sind keine 18 mehr! Kompliment hierbei an den jungen Schiedsrichter, der sich davon nicht beeinflussen ließ und das Spiel somit unter Kontrolle behielt. Bei konsequenterem Durchgreifen wäre es nicht nur bei einem Platzverweis für Birkwitz geblieben. Gorknitz bleibt dagegen voll auf Kurs und beweist einmal mehr, dass fairer Sport belohnt wird. Nächste Woche spielt der LSV in Sebnitz - ein gefährlicher Gegner, den man auf keinen Fall unterschätzen darf. Anstoß ist am Samstag, den 25.10.2014 um 12:45 Uhr.


Der LSV spielte mit:

D. Nagel - G. Henke, S. Nitzsche, T. Henke - T. Hausdorf (L. Dierck), R. Rädisch, C. Lawrenz, T. Süß, F. Wirthgen (A. Wirthgen) - C. Hohlfeld (L. Richter), P. Mönch

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Sa

04

Okt

2014

6. Spieltag Kreisliga Ost: TUS Einheit Wehlen 1. - LSV Gorknitz 1. 0:3

Bericht: C. Lawrenz


Gorknitz spült es in der Tabelle nach vorn


Alle Jahre wieder das ungeliebte Spiel, zu Gast auf der Scheibe in Wehlen. Wie schon vor Wochen angekündigt fehlten einige wichtige Stammspieler urlaubsbedingt, hinzu kam noch die kurzfristige Verletzung von Oldie Wolf, welche die Personalsituation mehr als ausgedünnt hatte. 12 Mann kratzte das Trainergespann zusammen. Ersatzkeeper Träger musste 90 Minuten im Sturm ran, weil Hohlfeld zunächst angeschlagen als einziger Wechsler auf der Bank platz nahm. Somit konnte man taktische Spielereien zu Hause lassen und sich voll auf die Motivation der Schützlinge konzentrieren.


Wie erwartet tat sich der LSV auf dem trockenen Hartplatz, wo eine rollende Bewegung des  Balles eher einem Flummi ähnelte, anfangs sehr schwer. Es gab keinerlei Ballstafetten über mehr als 3 Stationen, intensiv geführte Zweikämpfe im Mittelfeld und eine zunächst stabile Defensive auf beiden Seiten. Für die Zuschauer eine mehr als zähe Kost bei schönstem Wetter. Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Geschehen in die Wehlener Hälfte. Abschlüsse über die Stürmer sowie Schüsse aus der zweiten Reihe verfehlten bei weitem ihre erhoffte Wirkung. Einzig die Standards sorgten wie gewohnt für Unruhe bei dem Gegner. Eine langweilige erste Halbzeit endete mit einem Warnschuss für die Gorknitzer. Kurz vor der Pause missglückte ein Konterversuch des LSV und der Gegenangriff schlug aus spitzen Winkel an den Pfosten. Glück gehabt! Durchatmen! Die Pause wurde zum Durchatmen genutzt und einige Korrekturen bezüglich des Siegeswillen gemacht. Jeder einzelne musste einen Gang höher schalten, denn die läuferischen Fähigkeiten trotz Rumpfelf sprachen für die Gorknitzer.


Der LSV war jetzt bemühter Struktur ins Spiel hinein zu bringen. Es dauert auch keine 2 Minuten da gab es die erste Riesenchance. Ein straffer Schuss von Süß wehrte der Wehlener Keeper nach vorn ab, wo Richter gerade noch so mit dem großen "Onkel" ran kam. Leider war der innere Kompass nicht richtig justiert und der Ball rollte langsam am Pfosten vorbei. Danach blieb es bei "Bemühungen" ein Tor zu erzielen. Das Gorknitzer Spiel war zwar deutlich offensiver ausgerichtet, aber das Tor wollte nicht fallen. Was im Kollektiv nicht gelingen wollte wurde dann halt individuell erzwungen Ein starkes Solo von Lawrenz durch die komplette Wehlener Mannschaft endete schmerzhaft im Strafraum. Für den fälligen Elfmeter trat wie gewohnt A.Wirthgen an und wie üblich hielten die Nerven zur 1:0 Führung in der 57.Minute. Das Führungstor war wie eine Initialzündung für das Gorknitzer Spiel und den Einbruch des Gastgebers. Die Wehlener versuchte sich zwar der drohenden Niederlage entgegen zu wirken scheiterten aber schon im Mitteldfeld. Das 2:0 folgte dann nach nur fünf Minuten. Wieder setzte sich Lawrenz energisch gegen 2/3 Mann durch, bediente Dirck,  welcher den schlechten halbhohen Pass stark aus der Drehung erfolgreich verwertete. Gorknitz oben auf und die Lungen schienen vom Staub befreit. Jeder Einzelne entdecke jetzt die Vorteile der höheren Gänge und verschaffte sich läuferisch Platz. Der in der ersten Hälfte scheinbar unbespielbare Hartplatz erwies sich nun doch als bespielbar und die Zuschauer kamen in den Genuss von funktionierenden Kombinationsspiel. Bestes Beispiel war das 3:0 von Hohlfeld in der 71.Minute nach herrlichem Zuspiel von F.Wirthgen. In der letzten Viertelstunde verpasste der LSV ein noch höheres Ergebnis zu erzielen, besonders Süß und Träger taten sich bei ihren stark heraus gespielten beiden Megachancen unerklärlich schwer. Aber beim 3:0 kann man diese Nachlässigkeit schnell abhaken.


Mit dem verdienten Sieg spült es die Gorknitzer Truppe ordentlich nach vorn. Platz 4 und zwei Punkte hinter dem Tabellenführer kann sich hören lassen. Trotzdem ist der LSV gut bedient sich nicht blenden zu lassen, denn die dicken Brocken der Liga kommen erst noch, da wird sich zeigen wo man steht. Nächstes Heimspiel am 18.10. gegen den letztjährigen Zweiten Birkwitz.


Der LSV spielte mit:

E. Lucas - S. Nitzsche - G. Henke - F. Buchheim - C. Lawrenz - F. Wirthgen - L. Dirck (C. Hohlfeld) - T. Süß - A. Wirthgen - L. Richter, F. Träger

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Sa

27

Sep

2014

5. Spieltag Kreisliga Ost: LSV Gorknitz - SSV 1862 Langburkersdorf 2:1

Bericht: C. Lawrenz


Duell der Tabellennachbarn findet den richtigen Sieger


Richtungsweisendes Spiel auf der Alm. Am 5.Spieltag empfing der siebtplatzierte LSV die punktgleichen Gäste aus Langburkersdorf. Beide Mannschaften standen unter Druck, denn der Sieger bzw. Verlierer konnte sich in die jeweilige Richtung in der Tabelle verbessern/verschlechtern. Das Trainergespann musste die 3/4 üblichen Absagen hinnehmen, war aber bestens gerüstet für einen Erfolg. Vor Beginn wurde wieder der Hochleistungsrechner angeschmissen, um die bestmögliche Aufstellung und Taktik zu errechnen. Raus kam das "6-Mann-Mittelfeld"!


Mit der eher unüblichen Gorknitzer Aufstellung versuchte man die Defensive zu verstärken und nach vorne flexibel zu agieren. Dies glückte auch, Langburkersdorf konnte gegen die eigene Unterzahl im Mittelfeld ihre Stürmer nicht sonderlich gut in Szene setzen, welche  meistens dann gedoppelt wurden. Nach vorne passierte auf Gorknitzer Seite allerdings auch nicht sonderlich viel. Man kam zwar zu Torgelgenheiten vergab diese "an guten Tagen kann man die mal machen Chancen" leider wiedermal zu fahrlässig. Zum Glück konnte man sich auf die Standards verlassen. So auch in der 34.Minute. Ein langer Ball auf die einzige Spitze Richter, welcher den Ball öfters stark gegen 1/2 Mann abschirmte und mit seiner Jahrzehnte langen Erfahrung den Rempler kurz vor der Strafraumgrenze dankend annahm. 18 Meter zentral vor dem Tor bedeutete Wirthgen-Time! Wie immer ohne zu wissen wo der Ball einschlägt, fackelte der kreative Mittelfeldmann der Gorknitzer den Ball auf das Gehäuse der Gäste. Da der Ball noch unglücklich abgefälscht wurde, gab es nix zu halten für den Keeper. In der Folgezeit agierte man mit einer kontrollierten Offensive nach vorn, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Einzig die "kleineren" Aussetzer von Abwehrchef Nitzsche brachte die Gästestürmer ein ums andere Mal in Szene, aber mit einem starken mannschaftlichen Siegeswillen konnte man jeden Fehler gemeinsam auswetzen oder sie scheiterten an den starken Ersatzkeeper Lucas, welcher den an der Schulter verletzten Nagel vertrat. So ging es mit einem verdienten 1:0 in Führung in die Pause.

Motto der Halbzeit: "Gut so Jungs macht weiter so und denkt dran in der Pause kurze kleine Schlücke". Einziger Wehrmutstropfen war die Verletzung von Hausdorf. So musste schon in der Pause gewechselt werden.


Wer gehofft hat, dass es in der zweiten Hälfte so weiter geht wurde anfangs gnadenlos enttäuscht. Die Gorknitzer taten sich schwer in den restlichen 45 Minuten hinein zu kommen. Langburkersdorf drängte den Gastgeber in die eigene Hälfte und versuchte es vorwiegend aus der zweiten Reihe zum Abschluss zu kommen, zum Glück ohne Erfolg. Nach 10 Minuten befreiten sich die Almbubis wieder aus der Gästeumklammerung und kam auch Offensiv wieder in Erscheinung. Eine nun ausgeglichene Partie wurde dann in der 54Minute entschieden. Nach Einwurf auf Süß setzte dieser sich stark bis auf die Grundlage durch und passte mustergültig mit dem eigentlichen gefühlsarmen, nur zum stehen verwendeten linken Fuß auf Dirck. Der eingewechselte Außenbahnspieler versenkte die Pille sicher zum 2:0. Für das Trainergespann war der Angriff eine wahre Augenweide, denn die Laufwege von 3 Gorknitzer Spielern, bei einem Pass von der Grundlienie  wurde stundenlang trainiert und im Spiel mit blindem Verständnis umgesetzt. Mit der sicheren Führung erwartete man nun auch einen sicheren Sieg, aber Gorknitz wäre nicht Gorknitz, wenn man aus einer komfortablen Führung, durch eigenes Unvermögen das Spiel nicht wieder spannend machen würde. Wieder einmal sorgte das Duo G.Henke/Lucas für Spannung. Die beiden Altstars standen sinnbildlich für das Logo "Nimm du ihn hab ihn sicher". Bei einem scharfen Pass von außen unterschätzte Geburtstagskind G.Henke die Tatsache, dass man mit fortschreitenden Alter kleiner wird. Nur so lässt sich erklären, dass beim Klärungsversuch bzw reinrutschen nur die große Zehe beteiligt war, hinzu kam noch das Missverständnis mit seinem Keeper Lucas, welcher bei seinem 5.Frühling gegen seine Natur von der Linie sprintete um den Ball abzufangen. Beide Altstars guckten sich an und registrierten dann, dass der Ball beim Klärungsversuch zielsicher ins eigene Netz rollte zum 2:1 (68.Minute). Nun war wieder Feuer und Nervosität auf beiden Seiten im Spiel. Natürlich war alles geplant, denn ein erhöhter Puls und Blutdruck macht durstig und treibt den Bierkonsum bei den Zuschauern nach oben. Bis zum Schluss gaben beide Mannschaft ihr Bestes mit dem glücklicheren Ende für den LSV.


Ein spannendes Spiel zwischen zwei Mannschaften auf Augenhöhe lebte 90 Minuten von der Spannung und weniger von den eher wenigeren Torchancen. Der Sieg geht sicher in Ordnung, obwohl auch ein Punkt für den SSV sicherlich nicht unverdient gewesen wäre. Aber man brauch auch mal Glück, was den Gorknitzern in den letzten drei Partien sicher gefehlt hatte. Man muss sich nun schnell wieder auf das nächste Spiel konzentrieren, um den guten Start möglichst noch aus zu bauen! Da kommt der Tabellenletzte aus Wehlen gerade recht, so denkt man natürlich. Aber der kriselnde Club von der Scheibe ist auswärts immer eine Mammutaufgabe. Nächsten Samstag 15 Uhr in Wehlen!


Der LSV spielte mit:

E. Lucas - S. Nitzsche - G. Henke - T. Henke - F. Buchheim - R. Rädisch - T. Süß - A. Wirthgen - C. Lawrenz - T. Hausdorf (L. Dirck) - L. Richter (D. Nagel)

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Sa

20

Sep

2014

4. Spieltag Kreisliga Ost: SC Einheit Bahratal - LSV Gorknitz 3:3

Bericht: P. Mönch


Zufallsprodukt Unentschieden

 

Der LSV musste beim punktlosen Absteiger aus Bahratal ran. Die Gastgeber ließen ihre Punkte bisher durchweg gegen Teams aus dem vorderen Tabellenfeld liegen und Gorknitz hatte schon in der Vorwoche das bis dato punktlose Team aus Liebstadt „beschenkt“. Zudem feierten die Bahrataler ihre jährliche Kirmes, sodass die Gorknitzer mit hoch engagierten Gastgebern rechnen konnten. Auf LSV-Seite war man allerdings stark besetzt, sodass ein Punktgewinn vom Trainergespann eingefordert wurde. Der Rasenplatz befand sich in einem katastrophalen Zustand. Dies lag einerseits an dem Regenzeit-ähnlichen Wetter und andererseits an der Vorarbeit der beiden zweiten Teams im Vorspiel, welches unsere Jungs leider mit 4:5 verloren.

 

Auf dem Spielfeld regierte von Beginn an der Zufall. Die tiefen Pfützen und der unbändige Regen machten die Bälle unberechenbar. So entstand auch das 1:0 für das Heimteam. Der Gorknitzer Keeper hatte große Probleme mit dem tiefen Boden und brachte einen zu flachen Abstoß direkt zum Gegenspieler etwa 25 Meter vor dem Tor. Dieser nahm das Runde und steckte es zum durchgelaufenen Mitspieler in die Tiefe. Der Stürmer ließ sich die Chance nicht nehmen und Hüter D. Nagel keine Chance. Der LSV ärgerte sich und wollte zurückschlagen, aber ein geordnetes Spiel war bei diesen Bodenverhältnissen kaum möglich. So musste der lange Ball her und wieder war D. Nagel an einem Tor beteiligt. Sein Abschlag fand in P. Mönch einen Abnehmer. Dieser wurde mustergültig von T. Süß hinterlaufen und steckt den Ball durch die Gasse. Der Außenspieler kreuzte den mitgelaufenen Verteidiger und schob eiskalt am Keeper vorbei zum Ausgleich ein. Den Rest der ersten Halbzeit kann man sich schenken. Beide Teams brachten weder sehenswerte Ballstafetten, noch gefährliche Situation vor des Gegners Tor zustande. So ging es mit einem Unentschieden in die Pause.

 

Pünktlich zum Seitenwechsel nahm das Wetter wieder Fahrt auf und bescherte munter Regen. Den Mannschaften war die Lustlosigkeit am Spiel anzumerken, vorwerfen kann man ihnen nichts. Der LSV schlug kurz nach der Halbzeit zu. Ein von C. Lawrenz getretener Freistoß aus der eigenen Hälfte landete genau in den Armen des Torhüters. Dieser unterschätzte jedoch höchstwahrscheinlich die Härte und den Effet der sanften Grüße des Gorknitzer Kapitäns und ließ den Ball wieder aus den Händen gleiten. Der Gorknitzer T. Süß lief zufällig in der Nähe herum, nahm den Ball elegant mit ausgedrehter Hüfte mit und versenkte glatt zum 1:2. In der Folge wurde das Spiel zusehends schlechter. Die Mannschaften kämpften mit den Bodenverhältnissen und achteten vorwiegend darauf, das Match unverletzt zu beenden. Es wurden nur noch lange Bälle gespielt und Chancen ergaben sich zufällig. Wiederum ein Standard führte zum Ausgleich. Ein weiter Ball aus der eigenen Hälfte fand einen Bahrataler Kopf und hoppelte über die Linie. Der Kopfball aus 16 Metern war nicht hart, aber wetterbedingt unhaltbar. Anschließend blitzte und donnerte es derart, dass der Schiedsrichter die Partie unterbrach. Die Mannschaften zogen sich ins Trockene zurück, die Schiedsrichter gönnten sich ein Heißgetränk im Festzelt. Nach etwa 10 Minuten bat das Gespann wieder zum Tanz. Nun überschlugen sich die Ereignisse. Gorknitz attackierte im Angriff und erspielte sich schnell 2 Chancen. Den zweiten Anlauf vollendete ein Bahrataler nach Hereingabe von F. Wirthgen ins eigene Netz. Wieder die Führung für den LSV. Jetzt ergriffen die Gastgeber wieder die Initiative und erzwangen viele Standards. 5 Minuten nach der Gorknitzer Führung führten die Bahrataler einen Eckball schnell aus. Die Unordnung im LSV-Strafraum nutzten die Hausherren zum Ausgleich. Der Flugkopfball des Einheit-Mittelfeldspielers landete blitzsauber im langen Eck. Die Truppen kämpften nun um den Punktgewinn. Dabei verletzten sich 2 Gorknitzer Spieler und der Bahrataler Torschütze zum 3:3 sah wegen Meckerns die Ampelkarte. Die ansonsten sehr fair geführte Partie endete somit Remis und beide Mannschaften treten auf der Stelle.

 

Insgesamt ein verdientes Unentschieden. Bei diesen Randbedingungen wäre alles möglich gewesen. Die Fans sahen kein schönes Spiel, aber das war auch nicht zu erwarten. Nächstes WE erwartet der LSV den SSV Langburkersdorf. Am 27.09.2014 ist um 15 Uhr auf der Alm Anstoß.

 

Der LSV spielte mit:

 

D. Nagel – T. Henke, S. Nitzsche, R. Rädisch – C. Lawrenz, T. Süß, T. Hausdorf (L. Dirk), F. Wirthgen, A. Wirthgen – P. Mönch, C. Hohlfeld (F. Träger)

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Sa

13

Sep

2014

3. Spieltag Kreisliga Ost: LSV Gorknitz - Liebstädter SV 2:3

Bericht: C. Lawrenz


LSV wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen


Motto des 3.Spieltages: "Zweites Heimspiel zweiter Sieg"! Zu Gast war der Liebstädter SV. Auf der Alm wusste man von der Schwere der Aufgabe, denn der Aufsteiger besitzt zwar nur begrenzte fußballerische Mittel, überzeugt aber stets mit Kampfstärke und einer guten Physis. Doch auch der Gastgeber brauchte sich nicht verstecken, denn mit 4 Punkten aus zwei Spielen und einer konstanten Auftellung war Selbstvertrauen da.


Der LSV tat sich schwer, in die Partie rein zu kommen, Liebstadt agierte wie vorher gesehen mit einer Viererkette und langen Bällen zu den hoch gewachsenen Stürmern. Chancen kamen aber in der ersten Hälfte nicht zu stande. Gorknitz brauchte 20 Minuten, bis man den Ansatz von kontrollierter Offensive erkennen konnte. Gefährlich wurde es, wenn man die technischen Vorteile besonders im Mittelfeld ausspielte. Leider auch hier in der ersten Hälfte eher Mangelware. So musste auf Seiten des Gastgeber wieder mal ein Einwurf her. Da diese Geheimwaffe in der Liga kein Geheimnis mehr war, ist es immer wieder überraschend, welche Probleme es immer wieder dem Gegner bereitet. Und da der LSV fair ist hier nochmal für alle zum Mitschreiben: Einwurf A.Wirthgen, der meist auf Lawrenz mit 2/3 Gegnern im Schlepptau und hinter ihm lauernde, einlaufende Stürmer. So auch in der 22.Minute. Abnehmer diesmal Mönch, der sich im richtigen Momente geschickt von seinem Schatten lösen konnte und sicher zur schmeichelhaften 1:0 Führung einschob. Liebstadt war sichtlich geschockt, blieb seiner Spielweise aber treu und Gorknitz kam langsam in die Gänge. Süß hatte 10 Minuten nach dem Treffer den BigPoint auf dem Fuß, nachdem er freistehend vor dem Gästekeeper auftauchte, doch leider versagten die Nerven. Wenigstens war jetzt Bewegung im Spiel! Für ein Durcheinander in den eigenen Reihen sorgte Lawrenz, der 10 Minuten vor der Pause unglücklich nach einem Pressschlag auf das Becken stürzte und nur noch schmückendes Beiwerk war. So bestritt man mit einem Mann weniger die restliche Hälfte. Die schwache Spielkontrolle war somit wieder dahin und Liebstadt war wieder am Drücker. Die Belohnung dann in der 44.Minute. Einen Freistoß aus spitzen Winkel hämmerte der Liebstädter Kapitän unhaltbar in die Maschen. Bedanken konnte er sich allerdings ein wenig bei den eingezogenen Gorknitzer Köpfe in der Mauer. Somit ging es am Ende mit einem gerechten 1:1 in die Pause.


Man versuchte auf allen Ebenen wieder die Linie zu finden. Co Trainer Förster stellte sich als wahrer Allrounder heraus. Erst doktorte er erfolgreich am angeschlagenen Kapitän Lawrenz herum, danach kümmerte er sich um den Inhalt zwischen den Ohren der restlichen Truppe.


Förster schien die richtigen Knöpfe in der Pause gedrückt zu haben. Der LSV ging zielstrebiger zur Sache und setzte den Gast sofort unter Druck. Mit Erfolg: schon nach 2 Minuten klingelte es im richtigen Gehäuse zur 2:1 Führung. Schütze erneut Mönch. Wie schon in der Vorwoche schoss der LSV zum richtigen psychologischen Zeitpunkt ein Tor, um die Partie für sich zu entscheiden und wieder stellte man sich selbst ein Bein und wieder bestrafte der Gegner dies mit einer brutalen Effizienz. Diesmal lautete das Motto beim Gegentreffer "nimm du ihn, ich hab ihn sicher". Erst verließ sich Hausdorf darauf, dass Keeper Nagel raus kommt und bemerkte zu spät den vorbei eilenden Mittelfeldspieler. Aber auch das defensive Mittelfeld hätte vielleicht spekulieren können, tat dies leider aber auch nicht. Dann haute Manndecker Wolf noch am Ball vorbei und der Liebstädter Kapitän bedankte sich erneut für dieses Geschenk zum 2:2 in der 51.Minute. Es wirkte fast so, aber auf Nachfrage: er hatte nicht Geburtstag! Also alles wieder auf Null, doch überraschender Weise kam der LSV jetzt so richtig in Fahrt, zumindestens bis fast zum Abschluss. Es brannte in der Folgezeit lichterloh im Liebstädter Strafraum. Was die Chancenverwertung betrifft, war es ein Spiegelbild des Graupa-Spiels vor einer Woche. Es wurden reihenweise beste Chancen vergeben, es durfte fast jeder mal versagen. Besonders Rädisch, Süß und A.Wirthgen mit ihren sehr guten fußballerischen Vorraussetzungen machten deutlich zu wenig daraus. Und wie es halt im Fußball so üblich ist: wenn du vorne so fahrlässig Chancen vergibst, wirst du hinten bestraft. So auch in der 80.Minute. Ein schlecht geklärter Abwehrversuch in die zentrale nahm der Außenverteidiger mit dem schwachen Fuß, Drop-Kick aus 25 Metern. Der Sonntagsschuss knallte unhaltbar zur Liebstädter Führung in den Gorknitzer Kasten rein. Somit war das Spielgeschehen auf den Kopf gestellt. Der LSV rannte danach planlos gegen tapfer verteidigende Gäste an. Leider ohne zählbaren Erfolg.


Gorknitz hatte es wieder einmal verpasst, sein enormes Chancenplus in ein erfolgreiches Ergebnis umzumünzen. Das Frustrierende an dem Spiel ist, dass man die Woche über sehr gut trainiert hatte und besonders das 1 gegen 1 im Fokus stand. Tabellentechnisch ist man auf den Boden der Tatsachen wieder angekommen. Nun ist es wichtig im nächsten Auswärtsspiel in Bahratal wieder zu punkten, um nicht wieder im Tabellenkeller zu landen.


Der LSV spielte mit:

D. Nagel - G. Henke, S. Nitzsche, E. Wolf (F. Wirthgen) - T. Hausdorf, T. Süß, R. Rädisch, C. Lawrenz, A. Wirthgen - C. Hohlfeld, P. Mönch

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